Aller Anfang ist schwer, auch auf Reise im wunderbaren Thailand!

von | Jan 16, 2017 | Reisen | 4 Kommentare

Meer mit Ausblick

Zehn Tage ist es bereits her, dass wir uns von unseren Lieben und Deutschland verabschiedeten, ins Flugzeug stiegen und uns auf und davon Richtung SONNE, STRAND & MEER machten. Nun ja, mit der Sonne hat es dank unerwartet starkem Monsunregen nicht auf Anhieb geklappt (schaut hierzu unseren Vlog Durch den Monsun – regnerischer Auftakt VLOG002 an!), aaaaber wir sind wie geplant auf der wunderbaren thailändischen Insel Koh Phangan angekommen und genießen es, langsam in den Reisealltag hineinzufinden.  Denn nur weil wir Winterjacke gegen Bikini bzw. Badehose eingetauscht haben, sind wir noch längst nicht in dem „Reisefeeling“ angekommen, das wir so gut kennen und vor 3 Jahren auf der 1 Jahr langen Weltreise lieben gelernt haben.

Kleine Insel bei Koh Phangan

Raus aus dem Winter, hinein in den Sommer – über Nacht!

Nach nur wenigen Schritten draussen waren wir schweißgebadet, als wir in Phuket vom internationalen ins inländische Terminal wechselten. Die Hitze erschlug uns förmlich! Steffen musste dazu unsere beiden großen Rucksäcke ein Weilchen tragen während bei mir vorne ein ebenso durchgeschwitztes Kind baumelte. Kein Wunder, denn als wir am Abend davor ins Flugzeug stiegen, war unser Körper komplett auf KALT und WINTER eingestellt. Zugegeben, das ist eine Umstellung, die uns generell wenig ausmacht, denn wir mögen es deutlich lieber HEIß und SONNIG,  am Besten mit einer schönen Meeresbrise. Und wenn wir dafür eben eine Weile in durchgeschwitzten Klamotten aushalten müssen, nehmen wir das gern in Kauf.

Der lange Flug hat mit Demian übrigens sehr gut geklappt – unsere Tipps findet ihr hier: Langstreckenflug mit Kleinkind / Baby.

Was sich für uns allerdings deutlich anstrengender und störender anfühlt, ist der Jetlag. Zwischen Deutschland und Thailand liegen 6 Stunden Zeitunterschied. Zum Vergleich: wenn in Deutschland 0 Uhr Nachts ist, ist es in Thailand 6 Uhr in der Früh. Kennt ihr das Gefühl, nichts lieber tun zu wollen als die Augen zuzumachen und einzuschlafen? Das Gefühl völliger Erschöpfung, bei dem ihr wirklich überlegen müsstet, ob ihr einen erholsamen Schlaf gegen den Lotto-Jackpot eintauschen würdet? Genauso ging es uns an den ersten Abenden in Thailand. Doch nicht etwa, weil WIR nicht zur Ruhe kommen konnten. Nein. Wir hatten bis 2Uhr Nachts ein putzmunteres und äußerst erkundungsfreudiges Kind auf unserem Bett. Alles war interessant: Bett, Fenster, Mamas Haare, Papas Fuß. Demian lebte lange wirklich komplett nach deutscher Zeit und da er dort so ziemlich planmäßig um 20Uhr ins Bett ging, wurden es hier eben 2Uhr nachts. Dabei hätten wir schon um 22Uhr sooo gut schlafen können! Dementsprechend kurz und anstrengend waren die Nächte. Erst jetzt, 10 Tage nach unserer Ankunft hier in Thailand, hat sich Demians Schlafrhytmus  halbwegs normalisiert (wobei er doch später ins Bett geht, aber das ist okay für uns). Wir sind alle dank des guten Schlafs wieder richtig fit, energiegeladen und unternehmungsfreudig! Aber wie gesagt, es hat ein wenig Zeit gekostet.

Sich auf die Freiheit einzulassen, muss gelernt sein

Dieses Phänomen kennen wir schon aus unserer Weltreise vor 3 Jahren: die ersten Wochen unterwegs fühlen sich an wie „nur“ Urlaub. Und das, obwohl man ja eigentlich genau weiss, dass man vorerst nicht mehr wie gewohnt zurück in seiner Heimat sein wird. All die Verpflichtungen gegenüber Arbeitgeber, Vermieter etc. gibt es während einer Weltreise nicht mehr – oder sie ruhen, je nachdem, wie man seine Abwesenheit organisiert hat. Allein das zu wissen, müsste in uns doch ein Freiheitsgefühl auslösen, oder? Aber im Hinterkopf wuseln noch viel zu viele Gedanken von Zuhause und dem gewohnten Alltag herum.  Sie halten einen so gut fest und es braucht seine Zeit, bis man sie abschütteln und sich frei machen kann. Rund drei Wochen hatte es damals gedauert, bis wir dieses überwältigende Gefühl der Freiheit zulassen konnten. Frei sein. Sich treiben lassen. Nur auf sein Herz hören und das Reisen in vollen Zügen genießen. Das ist tatsächlich nichts, was jeder sofort auf Anhieb kann. Auch dieses Mal merken wir, dass wir uns noch nicht komplett gelöst fühlen. Es ist noch eine gewisse Anspannung da, die man ganz schwer erklären kann. Einen großen Anteil daran hat sicherlich die Tatsache, dass wir nun nicht mehr so unbeschwert reisen wie vor 3 Jahren. Diesmal sind wir “open end” unterwegs und möchten daraus eher ein “non stop” machen. Unser Kopf ist ein ganzes Sammelsurium verschiedener Ideen und Ansätze, die erst geordnet werden müssen. Wir sind dabei, uns jeden Tag ein Stückchen freier zu fühlen. Aber noch sind wir lange nicht an dem Punkt angekommen, an dem wir wirklich durchgehend entspannt in die Zukunft blicken können. Das ist jedoch absolut okay! Dafür sind wir schließlich unterwegs. Um neue Wege gehen zu können, auszuprobieren, Chancen zu nutzen, und uns weiterzuentwickeln.

Reisealltag organisieren

Es ist unsere erste lange Reise mit Demian und der quirlige Kollege verlangt uns natürlich einiges ab! Wir sind rund um die Uhr damit beschäftigt, uns intensiv um ihn zu kümmern. Oma und Opa sind schließlich nicht mehr in greifbarer Nähe.. 😉 Dazu kommt, dass wir uns entschieden haben,  nicht nur Fotos von unserer Umgebung zu machen, sondern unseren Alltag auch auf Video festzuhalten. Der zusätzliche Aufwand macht sich deutlich bemerkbar! Wenn wir hier vor Ort unterwegs sind, haben wir z.B. selten eine Hand frei. Daypack Digitalkamera, Camcorder und natürlich Demian – wir sind vollbepackt (und vergessen trotzdem total oft etwas im Cottage und müssen zurück..). Auch ein Reisealltag muss sich erst einmal einspielen und auch hier sind wir jetzt erst langsam an dem Punkt angekommen, an dem die Abläufe stimmen, wir nicht komplett planlos vor uns hinleben und total im Chaos untergehen. Wobei… chaotisch und eher unorganisiert bleiben wir wohl immer! Das sind einfach WIR. Auf unserer Weltreise zu zweit war das auch absolut kein Problem, im Gegenteil, es war absolut großartig, in den Tag hinein zu leben. Wieso auch nicht?! Keiner hat etwas von uns erwartet, schon gar nicht wir selbst. Jetzt ist es anders. Nicht nur, dass wir jetzt etwas bewegen, etwas schaffen, uns etwas aufbauen wollen – wir sind dazu auch noch mit Kind unterwegs. Einem sehr aktiven, Aufmerksamkeit fordernden, sich gerade rasant entwickelnden und logischerweise stets im Mittelpunkt stehenden Kleinkind.  All das unter einen Hut zu bekommen, fällt uns mit unserem “Larifari-Organisationssinn” sehr schwer! Wir sind daher gerade auf der Suche nach einem Zwischending bzw. nach einem Weg, der uns etwas mehr Struktur bringt, aber auch zu unserem Lebensstil und Charakter passt.

Unsere Botschaft des Tages: In eine Welt- oder Langzeitreise muss man erst einmal reinkommen!  Die anfänglichen Schwierigkeiten sind wohl kaum zu umgehen und man muss erst einmal im neuen Land und neuem Alltag ankommen! Dafür sollte man sich Zeit geben und vor allem hinnehmen, dass anfangs nicht alles rund läuft! Auch wir haben hier mit Schwierigkeiten zu kämpfen, müssen dazulernen, uns an die neuen Gegebenheiten anpassen. Aber zugegebenermaßen lassen sich Probleme aller Art bei 28+ Grad, unter Palmen und mit einem Fruit Shake in der Hand deutlich leichter lösen.. 😉

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4 Kommentare

  1. Anja+Nico

    Hallihallo, was meint ihr genau mit Aufbauen, Bewegen und Schaffen wollen? LG, die Reisevagabunden 😉

    Antworten
    • Alina

      Huhu ihr zwei :)!
      Also rein vom Aufbauen ist es natürlich in erster Linie unsere Ortsunabhängigkeit. Einen Weg, uns und unseren Lebensstil finanzieren zu können, weiter reisen zu können, irgendwann nicht mehr auf Ersparnisse angewiesen zu sein.
      Und unser Herzenswunsch ist einfach, Leute und andere Familien zu inspieren! wir möchten zeigen, dass man super mit Kindern die Welt bereisen kann – nicht nur für 2 Wochen Urlaub, sondern Langzeit. Dass diese Zeit als Familie sooo wertvoll ist! :).
      Und wir möchten, dass Menschen ihre Träune verwirklichen! Vielleicht sehen sie uns und denken sich, dass auch sie ihr Leben einfach mal um 180 Grad drehen können!
      Liebe Grüße
      Alina

  2. Manuka

    Danke für die Einblicke! Ich hoffe, das Freiheitsgefühl breitet sich bald richtig aus bei Euch 🙂

    Antworten
    • Alina

      Hallo Manuka! Dankeschön! Ich denke, spätestens wenn wir bald wieder ein Stück weiterreisen, sollte das Gefühl eintrudeln :-). Liebe Grüße!

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