Unser Lebenswandel & die Beweggründe dahinter

von | Okt 10, 2016 | Mindset | 7 Kommentare

Vogel fliegt in der Luft

Zwei Jahre sind mittlerweile seit der Rückkehr von unserer 1 Jahr langen Weltreise vergangen. Zwei Jahre, in denen wir uns wirklich viel aufgebaut haben – wir haben uns in Steffens Heimatort samt Haus und Hund niedergelassen, sind wieder ins Berfusleben eingestiegen, sind Eltern geworden. Das Haus muss noch ausgebaut werden, denn es fehlen noch Kinderzimmer. Schön groß sollen sie sein, damit Demian (und später ein Geschwisterchen) viel Platz zum Spielen haben. Puh, DAS hört sich jetzt nicht gerade nach „Wir sind freiheitsliebende Nomaden und können es kaum erwarten open end zu reisen“ an. Wann also kam der Lebenswandel?

Wir planen eine Reise in der Elternzeit und bringen den Stein ins Rollen

Demian war gerade knapp 2 Monate alt, Weihnachten war vorbei, es war Januar und alles drum herum trist und grau – so empfinden wir die Monate Januar bis einschließlich März jedenfalls. Alles wartet auf den Frühling und dabei wird es immer kälter und ekliger. Die beste Zeit jedenfalls, um sich mit den schönen Dingen des Lebens zu beschäftigen und sich warme Gedanken zu machen – mit Steffens Elternzeit z.B., die er bald einreichen wollte. Dass wir verreisen wollen war auf jeden Fall klar, alles andere wäre für uns mit unserer reiselustigen Vorgeschichte ja auch komisch gewesen. Für die Reise haben wir uns für den Winter 2017 entschieden. Die Perfekte Zeit für Sonne, Strand & Meer.. Drei Monate haben wir geplant, uns in Südostasien treiben zu lassen. Drei Monate unterwegs, drei Monate reine Familienzeit, drei Monate Freiheit… Und danach? Zurück in den Alltag? Wir wurden einfach nicht glücklich mit dieser Vorstellung.
Freiheit ist kein Traum, sie ist grenzenlos, doch sie liegt hinter den Mauern, die wir uns selbst bauen. Seit wir uns nun wieder mit der geplanten Reise beschäftigten, merkten wir erst richtig, wie sehr es uns fehlt, unterwegs zu sein. Das letzte Jahr drehte sich um ganz andere Dinge – vor allem Schwangerschaft Baby. Die Weltreise war nicht mehr so präsent und wir hatten ein wenig Abstand gewonnen und uns auf das nun wichtigste in unserem Leben konzentriert – unser Kind. Aber nun kamen die Erinnerungen wieder hoch und das verflixte Gefühl, wieder frei sein zu wollen, ließ einfach nicht nach. Wir wollen unbegrenzt reisen und dabei die Freiheit haben, selbst zu bestimmen, wann, wohin und wie lange. Ist das ein Luxuswunsch? Wenn man es so sehen will, sicherlich. Unsere Lebensphilosophie geht jedoch in die Richtung „Alles ist möglich, wenn der eigene Verstand einem keine Grenzen setzt.“ Wohin es uns bringen wird? Das wissen wir nicht. Zumindest leben wir in wenigen Monaten unseren Traum von Freiheit. Und alles andere wird die Zukunft zeigen.

Unser Sohn- unsere größte Treibkraft

Man sagt, mit einem Kind ändert sich alles. In unserem Fall war die Veränderung besonders intensiv, und ging bis hin zur kompletten Weltanschauung. Alle Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind und für uns bedeutet es vor allem, das Kind so frei wie möglich aufwachsen zu lassen. Frei von gesellschaftlichen Normen und sozialen Zwängen. Demian soll sich in seinem Tempo entwickeln und lernen dürfen. Und ganz wichtig – er soll immer Spaß haben an dem, was er lernt. Je mehr unsere Vorstellung von „Erziehung“ (wir nennen es lieber Beziehung) sich formte, umso klarer wurde uns, dass wir mit Demian später Richtung Freilernen gehen möchten. Das Schulsystem ist für unsere Vorstellungen viel zu starr. Und was lehrt einen besser und effektiver als das Leben selbst? Die Welt in der wir leben! Die Erfahrungen, die wir tagtäglich machen und die Menschen, die wir treffen. Wir wollen Demian die Welt in ihren zahlreichen Facetten zeigen. Und gleichzeitig freuen wir uns darauf, diese ein Stück weit mit seinen Augen sehen zu dürfen.

Wir wollen raus aus dem endlosen Konsum!

“Travel is the only thing you can buy that makes you richer”
Dieses wunderbare Zitat spiegelt so ziemlich unsere Einstellung zu Geld und Konsum wider. Ganz ehrlich, die Konsumgesellschaft, in der wir leben, geht uns auf den Keks. Und dabei sind wir selbst ihre “Opfer”! Wie gern ich z.B. für Demian einkaufe! Aber was braucht er wirklich davon, was er mittlerweile besitzt?! Definitiv nur einen Bruchteil. Genauso geht es uns mit unserer Kleidung, meinen Kosmetik-Produkten. Es ist der helle Wahnsinn. Auf unserer Weltreise kamen wir so gut mit ganz ganz wenig aus! Und das Beste – wir haben NICHTS vermisst! Wir waren glücklich mit unseren 3 T-Shirts und Flipflops! Kaum in Deutschland angekommen, hatte der Konsum uns schnell wieder in seinen Fittichen. Aber wir wissen, dass das einfach der falsche Weg ist. Wir wollen wieder so fühlen und leben wie damals, als wir mit dem Nötigsten in unseren Rucksäcken unterwegs waren – da war nämlich das wichtig, was wie ERLEBT haben, nicht das, was wir BESAßEN. Wir brauchen wieder mehr Minimalismus im Leben!

Die Zeit sinnvoller nutzen

Weder Steffen noch ich waren auf Dauer glücklich in unseren Bürojobs. Der Sinn hinter den 8 Stunden täglich bei der Arbeit war für uns beide nur der, dass wir am Ende des Monats ein Plus auf dem Konto hatten. Von Hingabe und Leidenschaft fehlte tatsächlich jede Spur. Klingt nach falscher Berufswahl, aber was man mit Zwanzig machen will sieht nach 10 Jahren manchmal einfach ganz anders aus. That’s life! Hausfrauen-Dasein hat mir ebenso wenig Erfüllung gegeben, muss ich ganz ehrlich gestehen. Keine Ahnung, wie es andere hinbekommen, aber ich müsste gefühlt rund um die Uhr putzen und aufräumen, um nicht im Chaos zu versinken! Und dafür ist die Zeit nun tatsächlich zu schade. Dazu hatte Demian zu wenig von seinem Papa und umgekehrt genauso. Wir lebten als Familie mehr von Wochenende zu Wochenende, was uns alle zunehmend frustrierte. Und sobald man sich so fühlt, ist es die höchste Zeit für einen Lebenswandel! Als digitale Nomaden werden wir weiterhin arbeiten (und das wahrscheinlich noch deutlich mehr als vorher), aber wir können endlich kreativ sein, Spaß dabei haben und unsere Arbeitszeit selbst festlegen. Menschen unterhalten und inspirieren!

Die Message, die ich zum Ende dieses Beitrags gern hervorheben möchte ist:

Das Leben ist zu kurz! Und wir leben nur einmal! Also nutzen wir doch die Zeit, die wir haben und leben unsere Träume, ganz egal, welche das auch sein mögen!

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7 Kommentare

  1. Caro

    Richtig toll geschrieben und ich kann euren Schritt so nachvollziehen! Reisen ist wirklich das Schönste auf der Welt und ich sehe es ganz genauso wie ihr: „Travel is the only thing you can buy that makes you richer“. Wir sparen auch immer auf unseren nächsten Urlaub und es fühlt sich so gut an, mit so wenig Sachen unterwegs zu sein und glücklich zu sein und frei usw..Wir selbst waren ja bis jetzt nur 1 Monat am Stück weg, aber selbst das hat uns gezeigt, dass die Konsumgesellschaft manchmal echt nervt und man vieles nicht braucht. Ich wünsche euch ganz viel Spaß und bin ganz gespannt, wo es euch überall hinzieht. Ich liebe ja Reiseberichte und Fotos 🙂

    Liebe Grüße,
    Caro

    Antworten
  2. Bernhard

    Mich würde mal intressieren, wovon ihr lebt, Auf Dauer geht doch das Ersparte auch mal zur Neige. Und wie stellt ihr euch die Schulausbildung (ich weiß, hat noch viel Zeit) eures Sonnenscheines vor? Falls er sich später entschließt, ein anderes Leben zu führen, sollten doch dafür die Voraussetzungen wie Abi vorhanden sein.
    Aber solange es geht, genießt Euer Leben.

    Antworten
    • Steffen

      Hallo Bernhard,
      wir arbeiten seit geraumer Zeit als Freelancer um unsere Reisekasse zu entlasten. Natürlich reicht das noch nicht aus, um unseren Lebensunterhalt zu sichern, aber es ist schonmal ein Anfang auf dem wir aufbauen.
      Momentan können wir uns sehr gut vorstellen Richtung Freilernen zu gehen, was die Möglichkeit auf Abitur nicht ausschließt. Demian soll natürlich später die Chance haben studieren zu können etc.pp.!
      Liebe Grüße, Steffen

  3. Bettina

    Hallo ihr drei! Wir schauen uns euch so gerne an. Ihr seid immer witzig und spritzig. Es macht so einen Spass. Ihr kommt ehrlich und authentisch rüber. Bitte weiter so. Ihr seid eine Bereicherung. Wir haben als Familie (auch zu dritt) in naher Zukunft das gleiche wie ihr vor! Ganz liebe Grüße!

    Antworten
  4. Daniel

    Nochmal ne Frage zur Finanzierung. Euer Haus habt ihr doch auch noch oder? Läuft da dann nicht noch der Kredit? Und dann jetzt ein Wohnmobil und die ganzen Reisen. Wie schafft ihr das?
    Was macht ihr denn als Freelancer?

    LG Daniel

    Antworten
    • Steffen

      Hallo Daniel,
      das ist alles soweit korrekt, das Haus wird auch noch nach wie vor finanziert. Wir haben ein finanzielles Polster, um alle laufenden Kosten für eine bestimmte Zeit decken zu können, ohne Einnahmen haben zu müssen. Allerdings verdienen wir nun schon seit geraumer Zeit Geld (Tendenz steigend), von dem wir uns zwar noch nicht komplett selbst finanzieren, aber das weiterreisen etc. ermöglichen.
      Wir machen u.a. Social Media Management/Marketing, Webdesign, Affiliate-Marketing…
      Viele Grüße, Steffen

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