Urlaub mit dem Hund? Das gibt es zu beachten!

von | Nov 25, 2018 | Reisen | 0 Kommentare

Hund auf der Wiese

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Das Jahr geht zu Ende und so sehr sich die meisten auf Weihnachten freuen, so fangen bei vielen schon die Pläne für den nächsten Sommerurlaub an. Für die Hundebesitzer unter uns gibt es zwei Möglichkeiten – den Liebling in dieser Zeit in vertrauensvolle Hände geben oder aber: mitnehmen! Reisen mit Hund macht unheimlich viel Spaß! Letztes Jahr hatten wir unseren Carlos zum ersten Mal im Wohnmobil und außerhalb Deutschlands dabei. Es hat so gut geklappt, dass wir uns schon alle riesig auf das nächste Jahr freuen, wenn wir wieder losziehen können! Natürlich bedarf ein Urlaub mit dem Vierbeiner besonderer Planung und es gibt so einiges zu beachten, gerade, wenn man ins Ausland reist. Heute teilen wir mit euch unsere wichtigsten Tipps und unsere bisherigen Erfahrungen zum Reisen mit Hund in Europa!

Im Artikel Verreisen mit dem Hund von Beneful findet ihr weitere hilfreiche Infos rund um das Thema Reisen mit Hund!

Vorbereitungen: Impfungen, Einreisebestimmungen & Co.

Möchte man mit dem Hund ins Ausland reisen, so benötigt dieser unbedingt einen EU-Heimtierausweis. Diesen stellt der Tierarzt aus und vermerkt dort Angaben zu Impfungen, Behandlungen gegen Parasiten etc. Der Ausweis wird auf Anfrage vorgezeigt und ist ein Pflichtdokument auf Reisen durch Europa.
Im Heimtierausweis wird ausserdem die Nummer des Mikrochips oder der Tätowierung eigetragen. Eins von beidem ist ebenfalls Pflicht für Reisen ins Ausland.

Je nach Reiseland sind die Anforderung an die Impfungen beim Hund unterschiedlich. Diese sollte man unbedingt vorab checken. Überall ist jedoch eine gültige Tollwutimpfung Pflicht. Die Einreise in ein anderes Land darf jedoch frühstens 21 Tagen nach der Impfung stattfinden, daher ist eine rechtzeitige Planung besonders wichtig.
Sonstige tierärztliche Behandlungen: In einigen Ländern wird z.B. auch eine rechtzeitige Wurmbehandlung verlangt, daher sollten Tierhalter die Einreisebestimmungen sorgfältig und rechtzeitig zur Kenntnis nehmen.

Tipp: Und wenn der Vierbeiner verloren geht? Ein Alptraum für alle Hundebesitzer! Am besten registriert man seinen Hund kostenlos bei Tasso. Anhand des registrierten Mikrochips helfen sie bei der Suche. Auch sollte am Halsband eine Hundemarke angebracht sein, die mit der eigenen Telefonnummer (+49 nicht vergessen!) versehen ist. Das erhöht die Chancen, seinen Liebling schnell wieder in die Arme zu schließen.

Checkliste: Das braucht der Hund unterwegs

Was braucht ein Hund unbedingt auf Reisen? Jeder kennt seinen Vierbeiner natürlich am besten und so fällt auch das Reisegepäck unterschiedlich aus. Carlos ist z.B. sehr aktiv, rennt viel, buddelt etc. und hat daher öfters etwas im Auge oder auch mal kleinere Verletzungen an der Pfote. Er ist außerdem ein Balljunkie! Da weiss ich natürlich, was wir unbedingt dabei haben müssen. Das sind unsere Must-Haves für den Hund:

Futternapf, Wassernapf, Wasserflasche für unterwegs, Hundebett, Futter & Leckerlies, Leine, Halsband mit Marke, Maulkorb (wichtig: in öffentlichen Verkehrsmittel oft Pflicht!), Brustgeschirr, Lieblingskuscheltier, Ballschleuder, Bälle, Reiseapotheke (mit Verbandmaterial, Augensalbe und Pfotenschutz bei Verletzungen. Desinfektionsmittel, Wundsalbe & Co haben wir in unserer Reiseapotheke eh dabei), eine Zeckenzange (wichtig!), Kokosöl zum Einreiben als Schutz gegen Parasiten, Heimtierausweis (= Impfpass).

Reisen mit Hund

Reiseziel mit Bedacht wählen!

Es gibt viele tolle Reiseziele im europäischen Ausland, die man wunderbar mit Hund ansteuern kann. Sei es der Süden Richtung Frankreich, Italien, Kroatien oder auch die Nord- oder Ostsee. Das Reiseziel bzw die geplanten Aktivitäten vor Ort hängen natürlich auch in erster Linie vom Gemüt des Vierbeiners ab. Es gibt Hunde, die sich mitten in der Stadt wohlfühlen und gemütlich schlummern, wenn die Besitzer in einem Café frühstücken. Für andere Hunde sind Menschenmassen der größte Stress! Sie sind so richtig glücklich auf langen Wanderungen oder dem Hundestrand. Als Halter kennt man seinen Hund am besten und sollte seine eigenen Interessen bei einem Urlaub mit Hund nicht nach vorne stellen. Denn ein gestresster Hund ist ganz sicher kein angenehmer Reisegenosse!

Eins kommt aber wohl bei jeder Fellnase gut an: Ein Strand, an dem sie freilaufen und sich vielleicht sogar im Wasser abkühlen können! Dies ist an den meisten Stränden untersagt – nicht aber auf speziellen Hundestränden! Hier dürfen sich die Vierbeiner ohne Leine frei bewegen, miteinander spielen und auch schwimmen. Hundestrände gibt es nicht überall – manchmal findet man in einer Region gleich mehrere, woanders aber dagegen gar keinen. Am besten also im Vorfeld erkundigen, bevor man eine Unterkunft bucht.

Hund am Strand

Achtung vor Krankheiten:
Im Mittelmeerraum sind einige tückische Krankheiten wie Leishmaniose (übertragen durch Sandmücken), Babesiose (Hundemalaria) und Ehrlichiose (übertragen durch Zecken) verbreitet. Zu spät erkannt können die Krankheiten tödlich enden, daher ist besondere Vorsicht geboten. Am besten man spricht mit seinem Tierarzt über die Gefahren und die mögliche Prophylaxe, sollte man mit seinem Vierbeiner den Süden ansteuern.

Tipp: Die nördlichen, kühleren Länder gelten in Bezug auf Hunde-Krankheiten als sicherer.

Flugreise mit dem Hund?

Wir sind noch nie mit dem Hund geflogen und ich bin ehrlich gesagt auch nur bedingt ein Freund davon. Die Frage ist immer – muss ich meinem Hund den Stress im Flughafen, die enge Transportbox, in der er stundenlang festsitzt, das getrennt sein vom Besitzer etc. wirklich zumuten? Bei nur 2-3 Wochen Urlaub würde ich meinen Hund dieser Aufregung nicht aussetzen wollen. Plant man einen längeren Auslandsaufenthalt, ist ein Flug natürlich eher „gerechtfertigt“.
Die genauen Bestimmungen für die Mitnahme von Tieren findet man auf der Homepage der entsprechenden Fluggesellschaft. Diese können aber je nach Route variieren, weshalb es sicherer ist, mit der Airline persönlich Kontakt aufzunehmen. In der Regel können Hunde bis 8kg (inkl. Transportbox) in der Kabine mitfliegen. Größere Hunde müssen in den Laderaum.

Sollte man vorhaben, mit seinem Hund eine Flugreise anzutreten, ist es ratsam im Vorfeld mit dem Tierarzt Rücksprache zu halten. Er hat bestimmt noch ein paar nützliche Ratschläge auf Lager. So gibt es z.B. auch Beruhigungsmedikamente für den Hund, die man in besonderen Stresssituationen geben kann. Die Dosierung legt natürlich allein der Tierarzt fest.

Unterwegs im Auto mit Hund

Die bequemste und einfachste Möglichkeit, mit seinem Vierbeiner in den Urlaub zu fahren, ist es mit dem Auto oder Wohnmobil unterwegs zu sein. So bleibt man flexibel und kann nach Belieben halten und Pausen einlegen, die während einer längeren Fahrt sehr wichtig sind und öfters erfolgen sollten. Für die Sicherheit sollte im Auto ein Gurt sorgen, den es extra für Hunde zu kaufen gibt. Noch besser ist es, wenn der Hund im Kofferraum eine feste Box hat oder ein Gitter angebracht ist. Das ist dann gleichzeitig auch ein schöner Rückzugsort – noch eine kuschelige Decke von Zuhause rein, schon kann sich der Vierbeiner auch unterwegs wohlfühlen!

Vorsicht vor Überhitzung! Einen Hund sollte man nicht allein im Auto lassen, gerade wenn es warm ist und die Sonne scheint. Selbst wenn es nicht übermäßig heiß ist, so heizt das Auto viel schneller auf, als man denkt. Man unterschätzt gerne die Gefahr des Temperaturanstiegs im Inneren des Auto und somit auch die Gefahr der Überhitzung bzw. hält es einfach nicht für möglich, dass es so schnell gehen kann. Aber auch ein kurzer Einkauf kann schon zu viel sein und unter Umständen für den Hund tödlich enden.

Die richtige Unterkunft mit Hund

Ist man mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs, gestaltet sich die Suche nach einer passenden Unterkunft als besonders einfach. Auf den meisten Campingplätzen sind Hunde willkommen und kosten ca. 3€ pro Hund und Nacht (unsere Erfahrungen). Es herrscht in der Regel Leinenpflicht auf dem Campinggelände und es lohnt sich, zusätzlich eine längere Leine (wir haben eine mit 5m Länge) mitzunehmen, damit man den Hund am Wohnmobil befestigen kann, ohne ihn in der Bewegungsfreiheit besonders einzuschränken.

Camping mit Hund

Aber natürlich gibt es auch genügend hundefreundliche Hotels und Ferienwohnungen, in denen man wunderbar einen Urlaub mit seiner Fellnase verbringen kann. Oft findet man in der Beschreibung „Haustiere auf Anfrage erlaubt“ ohne eine ähnliche Bemerkung. Hier vergewissert man sich am besten telefonisch oder per Mail, ob eine Anreise mit Hund in Ordnung ist und was dieser ggf. extra kostet. Die Preise variieren stark und man muss manchmal ganz schön tief in die Tasche greifen. Vorab die Preise zu vergleichen ist dabei besonders sinnvoll.
In besonders hundefreundlichen Hotels gibt es auf dem Zimmer bereits Hundebetten, Futter- und Wassernäpfe sowie einen Kühlschrank für das Futter. Auch ins Restaurant dürfen die Vierbeiner ihre Herrchen und Frauchen begleiten. Mittlerweile gibt es sogar richtige „Hundehotels“ mit Hundetrainer, Gassi-Service und einem SPA-Bereich für Hunde, inklusive Massage für den Vierbeiner uvm.! Wellnessurlaub für den haarigen Liebling, das ist doch mal was!

Reisen mit Hund: Unser Fazit

Urlaub mit dem Hund? Für uns ein tolles Abenteuer für die ganze Familie! Wir sind am liebsten mit unserem Wohnmobil unterwegs und steuern eher ruhigere Plätze und Orte in der Natur an als Städte. Unser Carlos ist nicht gerade der entspannteste Hund, wenn viel Trubel herrscht – viel Verkehr und Menschenmassen machen ihn nervös. Er ist aber der glücklichste Hund, wenn er über die Wiese rennen und ins Wasser hüpfen darf. Und so planen wir auch unsere gemeinsamen Reisen, damit auch er eine richtig tolle Zeit hat. Gemeinsam bereist haben wir neben der Ostsee auch Österreich, Frankreich und ein Stück Italien (auf der Durchfahrt). Überall hat alles super geklappt, wobei es uns in Österreich mit Hund bisher am besten gefallen hat. Das angenehme Klima, die tollen Wanderwege, die wirklich einmalig schöne Landschaft! Absolut perfekt für rennfreudige Hunde wie unseren Carlos!
Wer uns länger folgt, weiss, dass wir auch gerne mehrere Monate in fernen Ländern verbringen, vor allem Asien. Schon das eine oder andere Mal kam die Frage, warum wir Carlos nicht mitnehmen. Diese Frage ist für mich meist befremdlich – einen Hund in die Tropen mitnehmen? Für uns absolut keine Option, allen Beteiligten zuliebe. Es spricht einfach alles dagegen! Wir stellen lieber sicher, dass er hier in den besten Händen ist und in seiner gewohnten Umgebung bleibt. Und wenn wir wieder gegen Sommer unser Wohnmobil startklar machen, freuen wir uns umso mehr auf gemeinsame, „hungerechte“ Reisen im europäischen Raum, denn zu entdecken gibt es hier glücklicherweise mehr als genug!

Alles Liebe,

Alina Unterschrift

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