Blähungen beim Baby – Was hilft Säuglingen bei Dreimonatskoliken?

von | Jun 22, 2018 | Baby & Kind, Familie | 1 Kommentar

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Es könnte so schön sein – das Baby ist satt, frisch gewickelt, liegt im Arm und sollte eigentlich ganz friedlich lächeln. Stattdessen verkrampft das Kleine, strampelt wild mit den Beinchen und schreit sich die Seele aus dem Leib. Meist gluckst es dabei auch noch im Bäuchlein und eigentlich weiss man schon Bescheid: das Bauchwehmonster ist da. Blähungen beim Baby sind vielen Eltern gerade in ersten drei Monaten (auch als Dreimonatskoliken bekannt). Der unausgereifte Magen-Darm-Trakt des Säuglings führt leider oft bei ansonsten gesunden Kindern zu Problemen mit der Verdauung und Luftansammlung.

Wir erleben bei unserer Tochter gerade, wie hilflos man als Eltern in dieser Zeit sein kann. Also ernsthaft, man will sich als Elternteil die Decke über den Kopf ziehen und im Zimmer einschließen, so belastend ist dieses dauerhafte Weinen seines Zwergs. Inzwischen haben wir uns sehr intensiv mit dem Thema Blähungen bei Neugeborenen auseinander gesetzt und auch viele Tipps erhalten. An einem Tag hilft dies, am anderen das – so wirklich haben wir kein Universalrezept finden können, was unserem Baby dauerhaft hilft. Aber ich habe nun unser Wissen und die Erfahrung anderer Mütter gesammelt und in diesem Beitrag zusammengetragen. Als einen kleinen Ratgeber und Überblick für andere Mütter und bauchwehgeplagte Babies.

Wichtiger Hinweis: Ich stelle in diesem Beitrag unter anderem einige Arzneimittel vor. Dies soll keine pauschale Empfehlung meinerseits sein, sondern nur eine mögliche Hilfestellung. Bitte beachtet, dass ihr vor der Anwendung mit eurem Arzt und/oder Hebamme Rücksprache haltet. Sie können euch beraten, welches Mittel sich für euer Baby eignet und wie dieses anzuwenden ist. Dieser Beitrag ersetzt keinen Arztbesuch.

Dreimonatskoliken: Hausmittel bei Blähungen

Der erste Weg, meinem Kind (oder auch meinem Mann und mir) bei einem gesundheitlichen Problem zu helfen ist für mich immer: Hausmittel. Bloß nicht gleich mit irgendwelchen gekauften Mittelchen um sich schießen, sondern es erst einmal ganz natürlich versuchen. Das klappt ganz oft super und wenn man Glück hat, findet man da auch schon die Lösung für das Problem. Die gängigsten Hausmittel bei Blähungen bzw. Dreimonatskoliken habe ich für euch zusammengefasst.

Fliegergriff bei Blähungen

Alle Eltern kennen ihn – den berühmten Fliegergriff, der bei Bauchschmerzen besonders gut helfen soll. Man legt das Baby mit dem Bauch auf den Unterarm. Den Kopf stützt man entweder mit der Hand oder – wie wir es immer machen – legt ihn in der Armbeuge ab. Und dann hilft am besten herumlaufen, denn Bewegung tut den Kleinen meistens gut. In dieser Position kann Luft besonders gut entweichen und mit ein bisschen Glück, wird man mit einem Pups belohnt. Wieviele Kilometer haben wir so schon in unserem Wohnzimmer zurück gelegt? Ohje – bestimmt etliche!

Tee gegen Blähungen beim Baby

Blaehungen bei Neugeborenen Kümmel

Kümmel und Fenchel sind die wichtigsten Heilpflanzen, die erfahrungsgemäß die beste Wirkung gegen Blähungen haben. Man kann versuchen, dem Baby vor jeder Mahlzeit, einen Teelöffel ungesüßten Kümmel-Fenchel-Tee, z.B. Hipp Fenchel-Kümmel-Anis-Tee* zu geben. Der Tee wirkt krampflösend und „entbläht“ den Babybauch.
Möchte man keinen fertigen Tee nehmen oder hat gerade keinen zur Hand, kann man auch selbst Kümmeltee mit dem Gewürz zubereiten: 1-2 Teelöffel Bio-Kümmelsamen* in eine Tasse geben, mit kochendem Wasser übergießen und ca. 10min ziehen lassen.
Flaschenkindern kann man den Tee auch in die Milch untermischen, wenn sie ihn nicht vom Teelöffel trinken möchten.
Kümmel tut übrigens auch als Salbe und Öl auf dem Bauch gut, dazu aber weiter unten mehr.

Wärme / Kirschkernkissen gegen Blähungen beim Baby

Wärme tut bei Bauchschmerzen grundsätzlich gut und wirkt im besten Fall entkrampfend. Am besten nimmt man ein Kirschkernkissen*, welches man ganz einfach im Ofen oder in der Mikrowelle erwärmt und dann vorsichtig auf den Bauch des Säuglings legt. Natürlich unbedingt darauf achten, dass es nicht zu heiß ist und im Zweifelsfall warten oder z.B. ein Mulltuch um das Kissen wickeln. Es muss angenehm warm sein und auf keinen Fall zu heiß! Man kann das warme Kirschkernkissen auch wunderbar mit dem Fliegergriff kombinieren und das Kissen unter das Bäuchlein legen.

Bauchmassage bei Blähungen und Koliken

Auch eine sanfte Bauchmassage kann dem Baby Abhilfe bei Dreimonatskoliken verschaffen. Dazu nimmt man am besten ein Öl oder Salbe auf Kümmelöl-Basis (wir erinnern uns, Kümmel tut dem Magen-Darm-Trakt besonders gut) wie z.B. das Vier Winde Öl* aus 100% reinen, natürlichen Ölen oder die Windsalbe*. Auch das Weleda Bäuchlein-Öl* enthält wertvolle Öle, die sich erfahrungsgemäß positiv auf die Verdauung auswirken können.
Man massiert den Bauch ganz sanft kreisförmig und unbedingt im Uhrzeigersinn. Am besten, man fragt die Hebamme nach der richtigen Technik oder besucht einen Babymassage-Kurs. Dort bekommt man wertvolle Tipps. Auch wir haben bei Demian einen solchen Kurs gemacht und uns so einige sehr hilfreiche „Griffe“ angeeignet.

Tipp: Man sollte lieber immer vorbeugend massieren, d.h. nicht wenn das Baby schon vor Schmerzen schreit. Meistens tut denen die Berührung dann nicht gut. Daher passt man am besten einen Moment ab, an dem das Kind noch entspannt und beschwerdefrei ist.

Entspannungsbad gegen Bauchweh

Wie oben bereits gesagt, wirkt Wärmeeinwirkung bei Säuglingen oft krampflösend. Wenn das Baby gerne im Wasser ist, kann also auch ein warmes Bad zur Entspannung verhelfen und somit Krämpfe und Gase lösen. Die Wassertemperatur sollte dabei nicht heisser als 37 Grad sein.

Bewegungen gegen Blähungen bei Säuglingen

Auch leichte Gymnastikübungen eigenen sich gut, um unerwünschte Gase freiwerden zu lassen. Auch hier fragt man am besten die Hebamme, nach den richtigen Griffen. Bei uns hat folgende Übung bereits geholfen:
Das Baby nackig auf den Rücken legen und die angewinkelten Beinchen leicht gegen den Bauch drücken. Dabei kann man die Beinchen auch im Uhrzeiger Sinn etwas kreisen lassen. Nach ca. 20-30 Sekunden streckt man die Beine wieder aus und wiederholt die Übung anschließend etc.
Aber wie gesagt, am besten fragt man die eigene Hebamme und lässt sich von ihr zeigen, was zu tun ist.

Tipp: Viele Kinder strampeln gerne nackig, gerade bei Bauchschmerzen. Nicht jedes Neugeborene mag es, aber ich würde immer ausprobieren, ob es gut tut. Wenn es im Zimmer zu kühl ist, kann man dafür einen Heizstrahler nehmen oder eventuell das Bad vorheizen etc. Die Gymnastikübungen kann man gut mit der Bauchmassage kombinieren. Einfach etwas herumprobieren, ob und wie die Berührungen und Bewegungen dem Baby gut tun.

Abhalten

Viele Mamas schwören aufs Abhalten – diesen Tipp habe ich mehrere Male bekommen. Die Abhaltestellung ist ganz einfach: Man stützt das Baby mit dem Rücken gegen den eigenen Oberkörper. Nun die Beinchen des Babys anziehen und einige Minuten in der Stellung bleiben. Dabei ist das Baby natürlich nackig. Demian haben wir früher hin und wieder abgehalten, unsere Tochter mag es bisher leider so gar nicht.

Tragetuch / Federwiege / Babyschale

Manchmal sind es auch ganz einfache Dinge, die das Bauchweh der Kleinen lindern können. So kann schon ein Tragen im Tragetuch beruhigen und das Baby in den erholsamen Schlaf wiegen. Im Tragetuch sind die Kinder ausserdem ganz nah am Körper und spüren natürlich auch die Körperwärme, was gut tut und beruhigt. Die Position im Tuch tut nicht unbedingt immer gut bei Bauchschmerzen, daher einfach ausprobieren.

Bei uns hat sich die Federwiege dahingehend als DIE Rettung erwiesen. Die sanften Wippbewegungen und der runde Rücken scheinen gegen Koliken zu helfen und lassen unsere Tochter schnell einschlummern.
Eine grandiose Hilfe ist da ausserdem der Swing2Sleep Motor, der die Federwiege in Bewegung hält, ohne dass man daneben stehen und wippen muss. Wer ausführliche Infos zu Federwiegen benötigt, kann gerne unseren Federwiegen und Babyhängematten Vergleich lesen.

Blaehungen Dreimonatskoliken Baby

Und was uns überraschenderweise oft geholfen hat ist die Babyschale. Vorweggenommen: die Babyschale ist nicht gesund für den Babyrücken, um darin dauerhaft zu schlafen. Aber irgendwann haben wir in unserer Not (als unsere Tochter einfach furchtbar geweint hat und nichts geholfen hat) sie da einfach reingelegt, um sie eigentlich darin ein wenig durch die Wohnung zu tragen. Kaum in der Schale drin, hat sie auf einmal die Augen zugemacht und hat wirklich SOFORT geschlafen. Nach einigen Minuten haben wir sie dann schlafend herausgenommen und in die Wiege gelegt.

Pucken

Ja, das hat uns hier schon einige Male richtig gut geholfen: wir haben unsere Tochter als sie geschrien hat mit einem kuschelweichen Tuch gepuckt und sie wurde sofort ruhig und hat teilweise sogar direkt die Augen geschlossen und ist eingeschlafen. Auf dem Markt gibt es extra angefertigte Pucksäcke wie z.B. SwaddleMe Pucksack*, wir greifen allerdings lieber auf besonders weiche Pucktücher zurück, z.B. auf die LifeTree Baby Swaddle Decke*, in der Größe 120x120cm. Aber Achtung: Beim Pucken immer die Beinchen frei strampeln lassen. Das ist gerade bei Bauchschmerzen wichtig, denn die Beine zu bewegen tut den Kleinen meistens gut. Wir haben immer nur die Arme an den Körper angelegt und mit dem Tuch umwickelt. Übrigens hätten wir selbst niemals gedacht, dass es ihr wirklich gefallen könnte – aber irgendwann hatte mein Mann die Idee, es einfach mal ausprobieren. Wir kannten es noch von unserem Sohn, dass er lange sehr gern gepuckt wurde und nur so ruhig schlafen konnte (der kleine Zappelphilipp..). Und siehe da, auch bei Koliken hilft es unserer Tochter. Manchmal gefällt es ihr aber auch gar nicht, daher heisst es immer ausprobieren.

Homöopathische Mittel: Globuli gegen Blähungen beim Baby

Blaehungen bei Babys

Den Blähungen beim Baby kann man auch mit Hilfe der Natur den Kampf ansagen, oder es zumindest versuchen. Ich greife zunächst immer zu Globuli bevor ich meinem Kind wirklich ein Medikament gebe. Nicht jedermann‘s Sache, aber hier hat es sich bewährt. Bereits bei Neugeborenen können Globuli gegen Blähungen eingesetzt werden. Hierbei sollte man aber einen Fachmann zurate ziehen, wenn es um die Anwendung geht. Man findet verschiedene Empfehlungen im Internet und sollte aber bedenken, dass man bei einem Baby lieber nicht experimentieren sollte – logisch! Am besten sucht man sich einen Heilpraktiker, dem man sein Problem explizit schildert. Dieser wird euch die passenden Globuli empfehlen. Oft kann auch die Hebamme weiterhelfen.
Von anderen Müttern wurden mir folgende Globuli besonders oft empfohlen: Flatulini Globuli*, Paderborner Pupsglobuli und einfache Chamomilla Globuli*. Gibt aber noch viel mehr, die sich eventuell eignen, daher wie schon geschrieben, unbedingt einen Fachmann kontaktieren.

Man kann sich aber natürlich selbst über Globuli aller Art informieren, um etwas Hintergrundswissen zu haben. Auf dem Markt gibt es verschiedene Bücher zu diesem Thema. Wir haben beispielsweise dieses hier: Quickfinder- Homöopathie für Kinder*
Es ist sehr hilfreich, so eins zuhause zu haben für den Fall der Fälle und einfach zur Info.

Welche Mittel gegen Blähungen bei Säuglingen gibt es sonst?

Ist man mit den Hausmitteln durch und hat nicht den gewünschten Erfolg erzielen können, kann man es noch mit einigen weiteren Mitteln aus der Apotheke versuchen. Natürlich sollte man übrigens sofort beim Arzt vorstellig werden, wenn man sich unsicher ist oder Bedenken hat, ob man alles richtig macht. Eine Rücksprache mit dem Kinderarzt ist immer eine gute Idee und sollte Voraussetzung für eine Behandlung mit Medikamenten sein. Mit ihm kann man dann auch die weitere Vorgehensweise besprechen, wenn nichts zu helfen scheint. Auf keinen Fall sollte man einfach drauf „losdoktern“.

Tropfen gegen Blähungen beim Baby

In der Apotheke gibt es einige rezeptfreie Tropfen gegen Blähungen bei Säuglingen.
Gegen Blähungen helfen Simicon-Tropfen besonders gut. Diese lösen Luftbläschen im Verdauungstrakt auf, so dass Blähungen gar nicht erst entstehen sollen bzw. deutlich milder ausfallen. Enthalten sind diese Tropfen z.B. in den beiden bekanntesten Mitteln Sab Simplex* oder Lefax*. Wir haben beide ausprobiert und mit beiden gute Erfahrungen gemacht. Die Tropfen werden mit der Mahlzeit verabreicht – entweder mit dem Teelöffel oder bei Flaschenkindern einfach mit ins Fläschchen gegeben. Da beide einen süßlichen Geschmack haben, werden sie von Babys in der Regel gut angenommen.

Auch beliebt bei vielen Eltern sind die BiGaia Tropfen*. Diese fördern den Aufbau einer gesunden Darmflora mit natürlichen Milchsäurebakterien. Die Besserung stellt sich hierbei allerdings nicht sofort ein, sondern erst nach regelmäßiger Anwendung. Das sollte man im Hinterkopf behalten und nicht sofort Abhilfe erhoffen. Mir haben ganz viele Mütter von Erfolg mit diesen Tropfen berichtet.

Kümmelzäpfchen fürs Baby

Die anthroposophischen Wala Carum Carvi compositus Säuglingszäpfchen* gibt es bereits für Säuglinge im ersten Lebensjahr. Sie sind ein natürliches Arzneimittel, welches aus Kümmel und anderen verdauungsfördernden Heilpflanzen besteht. So wirken die Zäpfchen entblähend und lindern Bauchweh und Blähungen beim Baby.

Bitte beachten: Bei allen Medikamenten sollte vorher der Arzt und/oder die Hebamme konsultiert werden. Sie können auf wichtige Fragen antworten geben und das richtige Mittel und die richtige Anwendung empfehlen.

Osteopathie

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine Heilmethode, mit der man Funktionsstörungen und Blockaden im Körper mit den Händen ertastet und auflöst. Sie eignet sich bestens für Säuglinge und Neugeborene, da sie sehr schonend und absolut schmerzfrei ist.
Durch die Geburt (beengte Verhältnisse, evtl zu viel Stress unter der Geburt oder weitere Komplikationen) kommen viele Neugeborene schon mit Funktionsstörungen auf die Welt. Natürlich sind nicht alle so gewichtig, dass ein Handeln nötig ist. Aber auch die Verdauung kann durch Verspannungen oder Blockaden beeinträchtigt werden.
Daher ist es sehr sinnvoll, ein dauerhaft unruhiges Baby dem Osteopathen eures Vertrauens vorzustellen, um mögliche Funktionsstörungen zu behandeln oder eben auszuschließen.
Der Osteopath sollte auf Babys spezialisiert sein. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten zumindest anteilig.

Wir selbst haben bei unserem Sohn im Babyalter sehr gute Erfahrungen mit Osteopathie gemacht und sind gerade auch mit unserer Tochter in Behandlung.
Hier ist z.B. ein interessanter Artikel zum Thema Osteopathie bei Babies, wenn man sich einen Überblick verschaffen möchte.

Blähungen bei Neugeborenen vorbeugen

Abschließend noch einige Tipps, wie man Blähungen beim Baby vorbeugen oder es zumindest versuchen kann.

Auf Ernährung in der Stillzeit achten

Grundsätzlich gilt mittlerweile, dass stillende Mütter alles essen und trinken können (mal abgesehen von Alkohol natürlich) ohne zwangsläufig Blähungen beim Baby zu befürchten. Von vornherein braucht man also keine Lebensmittel ausschließen, sondern sollte durchaus das essen, worauf man Lust hat. Dabei sollte man aber genau darauf achten, ob das Baby auf bestimmte Lebensmittel mit Bauchschmerzen (oder Ausschlag, Unwohlsein etc.) reagiert. Dann ist es wichtig, zu analysieren, was man gegessen haben könnte, was beim Kind diese Reaktion hervorgerufen hat.
Frauen berichten öfters, dass dies bei ihnen durch Verzehr von Knoblauch, Kaffee oder Zitrusfrüchte kommt (aber wie gesagt, muss nicht sein).

Bäuerchen nicht vergessen

Nach jeder Mahlzeit das Bäuerchen nicht vergessen! Säuglinge sollten aufstoßen, bevor sie ins „Milchkoma“ fallen ;-). Dann kommt die unerwünschte Luft raus und der Bauch wird gar nicht erst aufgebläht. Gerade nachts neigt man dazu, das Baby liegen lassen zu wollen nach dem Trinken, wenn es doch sowieso weiterschläft. Und grundsätzlich sagt man auch, dass nicht alle Stillkinder zwangsläufig aufstoßen müssen. Bei unserem Sohn hat das gut funktioniert und wir haben ihn nicht wecken müssen. Bei unserer Tochter merken wir, wie wichtig das Bäuerchen für sie ist und nehmen sie nach jeder Mahlzeit, also auch nachts, kurz hoch.

Richtig anlegen & Fläschchen geben

Die richtige Anlegetechnik ist beim Stillen genauso wichtig wie das richtige Fläschchen geben. Beim Stillen lässt man sich von der Hebamme am besten die verschiedenen Positionen zeigen, wie man das Baby anlegt, damit es möglichst keine Luft beim Trinken schluckt. Beim Fläschchen ist es ratsam, die Flasche ein paar Minuten stehen zu lassen, bevor man sie dem Kind gibt. So löst sich schon mal ein Teil der Luftbläschen auf, die später Blähungen beim Baby verursachen. Ausserdem sollte man darauf achten, dass die Milch den Sauger voll ausfüllt, damit auch hier das Baby keine unnötige Luft schluckt. Es gibt auf dem Markt spezielle Fläschchen, die besonders gut gegen Koliken wirken sollen, z.B. Philips Avent Anti-Kolik Naturnah Flaschen* . Bei Babies, die Milchnahrung bekommen und nicht gestillt werden, könnte auch ein Nahrungswechsel helfen. Eventuell verträgt das Baby die angerührte Milch nicht so gut und eine andere Sorte/ Marke ist eventuell bekömmlicher.

Entspannte Umgebung schaffen

Bei Unruhe und Koliken ist eine ruhige Umgebung wichtig, damit das Neugeborene runterkommt und möglichst keinen Stress hat. Ein abgedunkelter, ruhiger Raum eignet sich da gut. Wir haben irgendwann gemerkt, dass es unserer Tochter schwer fällt, komplett abzuschalten. Kein Wunder – ihr 2,5 jähriger Bruder ist natürlich alles andere als leise. Manchmal bellt auch noch der Hund auf. Also haben wir ihr ein ruhigeres Plätzchen gesucht, wo sie auch tagsüber in Ruhe schlafen kann.
Auch für die Eltern gilt übrigens: Ruhe bewahren und entspannt bleiben. Denn die Stimmung der Eltern überträgt sich auch aufs Baby!

Körperkontakt und Nähe

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Babys, die oft getragen werden, weniger zu Koliken neigen. Vielleicht weil sie entspannter sind, wenn sie viel kuscheln dürfen? Wie dem auch sei, Körperkontakt tut immer gut und daher ist das auch ganz sicher eine super Vorbeugung gegen Unwohlsein aller Art, auch Bauchweh! 🙂 Also ganz viel kuscheln! Auch vorbeugende Bauchmassage kann gut helfen, damit schmerzhafte Blähungen beim Baby gar nicht erst entstehen.

Das war unsere Sammlung rund um das Thema Blähungen und Dreimonatskoliken beim Baby! An dieser Stelle noch einmal einen lieben Dank an all die Mamas, die mir auf Instagram ganz viele Tipps gegeben und von ihren Erfahrungen berichtet haben.

Habt ihr weitere Punkte, die ich vielleicht vergessen habe und unbedingt in diese Liste aufnehmen sollte? Schreibt es mir gern in die Kommentare!

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1 Kommentar

  1. Toller Beitrag. Danke für die vielen Tipps.

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