Hallo zusammen!

Wir haben es tatsächlich geschafft, Ubud zu verlassen (Spoiler: nicht endgültig!) und grüßen euch aus dem touristischen Städtchen Sanur, circa 30 km von Ubud, an der Ostküste. Super spontane Aktion, aber solche sind unserer Erfahrung nach auch immer die besten! Doch zurück zu unserer Woche, denn die begann zunächst in Ubud und zwar mit einem richtig großen Event…

 

… Ogoh-Ogoh Parade 2017

Ogoh Ogoh FigurDämonen auf den Straßen – zwar aus Pappmaché, aber deswegen nicht weniger gruselig! Die riesige Figuren werden in mehreren Monaten in jeder Stadt, in jedem Dorf, von ganzen Familienclans gebaut. Was da für eine Arbeit und Liebe zum Details drin stecken, kann man nur erahnen. Richtige (und größtenteils wirklich gigantische!) Kunstwerke, die man am liebsten in einer Ausstellung sammeln oder am besten gleich ins Museum verfrachten möchte. Und was passiert mit ihnen stattdessen nach der Parade?! Sie werden verbrannt! Hach, was für eine Verschwendung, mag man denken. Aber natürlich hat auch das seinen Sinn für die Bevölkerung: Die Figuren symbolisieren Dämonen und Götter, die dem Menschen Unheil bringen wollen. Also ab ins Feuer mit denen! :))

 

Nyepi – Silent Day – Hindu Neujahr

Nachdem die Dämonen also feierlich verbrannt wurden, beginnt auf Bali die totale Stille: Nyepi. Man darf für 24 Stunden sein Haus bzw Grundstück nicht verlassen, kein Licht darf nach außen dringen. Viele Balinesen fasten und meditieren verstärkt in dieser Zeit. Die Straßen bleiben also tatsächlich komplett leer, sogar der Flughafen stellt für 24h seinen Beitrieb ein. Nur im Notfall, etwa wenn man einen Arzt benötigt, darf man aus dem Haus. Alle scheinen sich an den „Silent day“ zu halten, was auch gut so ist: wer nämlich von der Polizei auf der Straße erwischt wird und keinen triftigen Grund vorweisen kann, der muss eine saftige Strafe bezahlen und läuft Gefahr, sogar im Gefängnis zu landen.
Wir hatten das Glück, diesen Tag in unserem Guesthouse in Ubud zu verbringen und uns von der Familie dort wirklich erstklassig „betreueMann mit Baby am Tischn“ zu lassen. Wayan (der Betreiber) und seine Familie haben ganz selbstverständlich, ganz umsonst, 3 mal für uns gekocht. Überall hieß es, man soll sich für diesen Tag bevorraten, denn man bekommt nirgends etwas zu Essen zu kaufen. Wir haben absolut nicht damit gerechnet, so liebevoll umsorgt zu werden und haben uns sehr gefreut.
Den Tag verbrachten wir also in unserem Zimmer bzw auf dem Grundstück unseres Guesthouses. Glücklicherweise konnten wir uns auch draussen aufhalten, denn Demian hätte es ganz sicher nicht gutgeheissen, einen kompletten Tag drinnen spielen zu müssen. Das ist er seit unserer Weltreise natürlich gar nicht mehr gewohnt! Und so langweilig der Tag sich anhören mag – es ist tatsächlich eine willkommene Abwechslung, einfach mal „gezwungenermaßen“ nichts zu tun!

 

Weiterreisen? Aber es fühlt sich so gut an, hier zu sein! Unsere Lösung?!

Wir hatten uns definitiv vorgenommen, nach Nyepi Ubud zu verlassen. Auch wenn wir uns wirklich wahnsinnig (ich kann mich nur wiederholen) wohl in unserem Guesthouse fühFamilie auf Rollerlten. Und das war auch so ein bisschen das Problem: Bei dem Gedanken, weiterzureisen, wurden wir traurig. Zu nett sind die Menschen, mit denen wir hier leben und auch in Ubud gefällt es uns richtig gut! Andererseits möchten wir auch mehr von Bali sehen, denn bisher waren wir 3 Wochen ausschließlich in Ubud. Wir wussten nicht weiter und kamen zu keiner zufriedenstellenden Lösung. Aber wie heisst es so schön: Einfach entspannt bleiben und nichts gegen seinen Willen machen, es ergibt sich schon was. Und mich traf es wie ein Blitz: Roadtrip mit Roller durch Bali! Nur 1 Backpack mitnehmen und den anderen hier bei Wayan lassen. Und dann einfach wieder herkommen und wieder in Ubud bleiben, solange wir wollen. Mehrere Fliegen mit einer Klappe erledigt: 1. Mehr von Bali sehen. 2. Nicht endgültig aus Ubud abreisen und immer noch die Base hier in unserem Guesthouse haben. Das fühlt sich sooo gut an! Denn: we‘ll be back! Und 3. Unsere Abenteuer- und Rollerlust wird dadurch auch noch befriedigt. Denn mit Kind und Backpack auf dem Roller, ohne im Voraus Hotels zu buchen, ohne sich festzulegen, wohin wir wann gehen – das ist einfach GENAU nach unserem Geschmack!

 

Wir sind dann mal weg! ROADTRIP durch Bali – 1. Station: Sanur

Gesagt, getan. Einen Rucksack mit den wichtigsten Sachen haben wir dabei, der andere ist in Ubud geblieben. Wie lange wir so unterwegs sein werden? Wir wissen es nicht! So lange wir Lust haben! Und genau das ist für uns FREIHEIT! Mit Wayan haben wir ausgemacht, dass wir uns einfach melden, wenn wir wiederkommen möchten.
Als erste Station haben wir uns Sanur ausgesucht, denn hier soll es einen schönen Strand geben und ein paar Badetage hören sich nach 3 Wochen mal wieder richtig gut an. Ob es wirklich so ist? Das seht ihr in unserem Vlog:

Bis ganz bald!
Alina