Reisebuggy in Asien – So hilfreich war er wirklich! | Blog

Reisebuggy in Asien – So hilfreich war er wirklich!

von | Jun 11, 2019 | Reisen | 1 Kommentar

Reisebuggy in Asien

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Einen Reisebuggy mit nach Asien nehmen? Ja – Nein – vielleicht? Während der Vorbereitungen auf unsere mehrmonatige Asienreise standen wir vor genau dieser Frage und haben uns schwer getan. Mit unserem Sohn reisten wir ausschließlich mit einer Babytrage, als er kleiner war. Mit zwei Kindern (9 Monate und 3 Jahre bei Reisebeginn) stellten wir uns jedoch die Frage, ob ein Reisebuggy sich nicht doch als eine Hilfe herausstellen würde. Und so durfte unser Babyzen Yoyo 6+* mit auf die Asientour gehen! Nach 2,5 Monaten in Malaysia und Thailand teilen wir nun mit euch unsere Erfahrungen.

Unseren Reisebuggy mit Liegefunktion haben wir euch schon einmal detailliert vorgestellt. Unser Yoyo 6+ begleitet uns nun auch beim zweiten Kind. Auch über den Reisekinderwagen Yoyo 0+ ab Geburt haben wir euch genauer berichtet. Schaut gerne rein!

Welcher Reisebuggy für Asien? Günstig vs. hochwertig!

Auch wir standen zunächst vor der Frage – kaufen wir uns ein billiges Modell, bei welchem man dann keinen Herzinfarkt bekommt, wenn es kaputt geht oder abhanden kommt? Oder bleiben wir bei unserem hochwertigen Reisebuggy, den wir zuhause haben und hoffen, dass er die Reise heil übersteht?

Pro günstiges Modell:

  • niedrige Anschaffungskosten → Wenn er kaputt oder verloren geht, ist man kein Vermögen los und muss nicht so lange ärgern.

Contra günstiges Modell:

  •  meist sperriger und nicht so bequem zusammenklappbar. Dadurch kann man sie nicht mit ins Flugzeug als Handgepäck mitnehmen und läuft Gefahr, dass man sie nach dem Flug demoliert zurückbekommt (da habe ich schon einige schlechte Erfahrungsberichte gelesen)
  • oft ohne Liegeposition. Diese finde ich aber besonders wichtig, da man auf Reisen viel unterwegs ist und vor allem bei jüngeren Kindern.
  • schlechte Straßen in Asien (z.B. nicht asphaltiert), und davon gibt es viele. Ein qualitativ minderwertiger Buggy kann da schneller an seine Grenzen kommen als man denkt.
  • oft klapperig, unbequemer fürs Kind

Pro hochwertiges Modell am Beispiel unseres Babyzen Yoyo

  • darf zusammengeklappt mit in die Flugzeugkabine und wird im oberen Fach verstaut. Achtung, vorher den Buggy unbedingt in die Schutztasche (beim Kauf dabei) stecken. Das war bei uns diesmal Voraussetzung, dass wir ihn in den Flieger mitnehmen konnten.
  • Mit Liegeposition: die Lehne verstellt man stufenlos und bis fast ganz flach (keine 180 Grad, aber absolut ausreichend fürs Nickerchen).
  • passendes Zubehör, das gerade im Urlaub sehr praktisch ist: Sonnenschirm, Trinkhalter, Mückenschutznetz.
  • großzügiges Sonnendach, das bei uns immer ausreichend Schatten spendet
  • Buggyboard (mit Sitz oder ohne nutzbar) für Geschwisterkinder. War für uns eine unheimliche Entlastung, weil auch der Große (3 Jahre) noch öfters eine „Laufpause“ wünschte.

Tipp: Achtet darauf, dass es bei eurem hochwertigen Reisebuggy Ersatzzubehör zu kaufen gibt! Das ist unheimlich praktisch. Für den Babyzen Yoyo bekommt man z.B. neue Reifen und neue Bezüge separat zu kaufen. Üblicherweise nutzen sich diese Teile natürlich schneller ab als das Gestell und so kann man sie einfach gezielt austauschen. Wir haben z.B. nach insgesamt 2 Jahren intensiver Nutzung nur die Reifen ausgetauscht und schon war er wie neu.

Contra hochwertiger Buggy

  • Der höhere Anschaffungspreis, entsprechende “Angst”, dass er unterwegs zu sehr beansprucht wird und kaputt geht.

Reisebuggy in Asien – unsere Erfahrungen & Fazit

Schon im Flughafen – sowohl beim Abflug als auch bei der Ankunft in Kuala Lumpur – war uns der Buggy eine willkommene Erleichterung. Wir hatten ihn eigentlich eher für unsere Tochter eingeplant. Doch gerade nach dem langen Fernflug, war auch unser Großer mit seinen 3,5 Jahren so müde, dass wir ihn direkt nach Verlassen des Flugzeugs schlafend in den Buggy „verfrachteten“. Wie schon oben geschrieben durften wir unseren Babyzen Yoyo mit ins die Kabine nehmen und im oberen Fach verstauen. Als wir also um 6Uhr morgens in Malaysia landeten, hatten wir zwei schlafende Kinder – eins in der Trage und eins im Buggy. So hatten wir beide gut untergebracht und hatten noch Hände frei fürs Handgepäck und Koffer. Perfekt! Zusammengeklappt kann der Buggy dank des gepolsterten Schultergurtes sehr bequem getragen werden.

Reisebuggy Schultergurt

Mit dem Geschwisterboard durch asiatische Städte

Unsere Asienzeit war ein Mix aus Stadtleben und Inselhopping. Gerade in einer Großstadt wie Kuala Lumpur oder später auch Penang hätten wir den Buggy nicht missen wollen. Wir sind viel gelaufen, die Entfernungen waren nicht zu unterschätzen. Den Buggy hatten wir immer dabei! Als besonders praktisch hat sich das Geschwisterboard erwiesen, welches wir glücklicherweise mitgenommen hatten. So konnten wir beide Kinder im Buggy unterbringen. Das Board hat einen Sitz, den man dranmachen oder bei Bedarf einfach weglassen kann. So kann das ältere Kind entweder hinten stehen oder sitzen. Unser Sohn hat beide Varianten sehr gerne genutzt. Viel laufen, viel Sonne und Hitze machen müde und im Nachhinein muss man wirklich sagen, ohne den Buggy wäre es schwierig geworden. Denn dann hätten wir unseren 3-Jährigen zwischendrin tragen müssen, als es ihm zu viel wurde. So konnten wir bequem schieben und hätten dies auf unseren mehrstündigen Touren wirklich nicht missen wollen.

Reisebuggy Kuala Lumpur

Reisebuggy am Strand & Restaurants

Am Strand ist der Buggy unserer Erfahrung nach kein „Must-Have“, entpuppt sich aber als hilfreich und bequem, wenn man nicht direkt am Strand seine Unterkunft hat, sondern ein Stück weit laufen muss. Das war bei uns auf Langkawi der Fall und da waren wir natürlich froh, all die Strandspielsachen, Verpflegung, Strandtücher etc. einladen zu können und nicht tragen zu müssen. An diesem Strand hatten wir keine Liegen, sondern haben es uns auf dem Sand bequem gemacht. Da war der Buggy oft ein willkommener „Schattenplatz“, gerade mit dem Sonnenschirm, den es von Babyzen zu kaufen gibt. Ansonsten leistete uns der Buggy in den kleinen , einfachen Restaurants gute Dienste, in denen es keine Babystühle gab. Und auf den Straßenmärkten, auf denen es bestenfalls nur einfache Sitzmöglichkeiten wie Plastikstühle gibt.

Reisebuggy Sonnenschirm

Reisebuggy Thailand

Reisebuggy statt Babytrage?

Wir sind begeisterte „Träger“ und ich würde niemals behaupten wollen, dass man einen Reisebuggy statt einer Babytrage mitnehmen sollte! Wir hatten beides dabei und hätten niemals auf die Trage verzichtet. Als wir noch mit einem Kind gereist sind, hatten wir nur eine Trage dabei und es war ausreichend. ABER: Unsere Tochter neigt viel schneller zum Schwitzen. In Asien ist die Luftfeuchtigkeit hoch, es ist meist schwül und entsprechend schnell schwitzt der Körper. Für unsere Kleine war das ein Problem und sie wollte viel weniger Körperkontakt. Saß sie in der Trage, wurde es ihr in den meisten Fällen schnell viel zu warm und sie meckerte bis man sie wieder herausnahm. Der Reisebuggy war dahingehend eine absolute Rettung und sie fühlte sich darin deutlich wohler als in der Trage. Es kommt also auch sehr auf das Kind an, was er eher bevorzugt.

Reisebuggy mit nach Asien? Unser Fazit nach 10 wöchiger Reise mit 2 Kleinkindern

Wir sind definitiv gut mit der Entscheidung gefahren (im wahrsten Sinne des Wortes), unseren Buggy mitzunehmen und haben ihn zu keinem Zeitpunkt der Reise bereut. Im Gegenteil, wir hatten viele Situationen gar nicht auf dem Schirm, in denen er sich aber wirklich als außerordentlich praktisch erwiesen hat. Wichtig finde ich für die Entscheidung pro/contra Buggy in Asien definitiv auch das Alter des Kindes. Unsere Tochter war zu Reisebeginn 9 Monate alt und konnte nicht laufen. Entsprechend blieb uns entweder die Babytrage oder der Buggy zur Auswahl, wenn wir unterwegs waren. Die Trage fiel oft weg, da ist zu heiß war und unsere Tochter deswegen nicht gern lange drin saß – also blieb der Buggy. Und ihn dabei zu haben war für uns aus diesen Gründen wirklich ein Segen. Hätten wir uns die ganze Zeit in einem Resort aufgehalten ohne groß die Gegend zu erkunden, wäre der Buggy sicherlich nicht unbedingt notwendig gewesen. Aber wir sind ja gerne aktiv! Auch das Geschwisterboard war absolut super und erlaubte uns Eltern einfach eine Verschnaufpause. Gerade wenn wir länger unterwegs waren, wollte unser Großer sonst nämlich schnell zu Papa auf die Schulter, weil er durch die Hitze auch schneller müde wurde. Mit einem einzigen Buggy konnten wir also beide Kinder transportieren und es war für alle Beteiligten bequemer und einfacher.

Babyzen Asien

Ich hoffe, unser Bericht hilft dem einen oder anderen unter euch bei der Entscheidung, ob ihr mit oder ohne Buggy verreist! Teilt gerne eure Erfahrungen in den Kommentare, um anderen Eltern zu helfen: Buggy in Asien – ja oder nein? 🙂

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1 Kommentar

  1. Hi, ein spannender Bericht. Wir stehen auch davor, uns einen Buggy (auch für den Alltag) anzuschaffen. Da ist uns auch die Liegeposition sehr wichtig. Der Tipp mit dem Extrazubehör ist auch super.

    LG, Richard & Hugo (*Link entfernt)

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