13 Stunden Flug mit Baby & Kind - unser Handgepäck & Erfahrungen! | Blog

13 Stunden Flug mit Baby & Kind – unser Handgepäck & Erfahrungen!

von | Mrz 23, 2019 | Reisen | 0 Kommentare

Handgepaeck

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Über einen halben Tag im Flugzeug mit einem Baby und einem quirligen 3-Jährigen verbringen? Können wir! Besser gesagt, haben wir jetzt einfach mal ausprobiert. Zum ersten Mal ging es für uns zu viert in die Ferne: Der Flieger sollte uns von Deutschland direkt in malaysische Hauptstadt bringen. Tschüß, Deutschland! Vormittags um 11Uhr deutscher Zeit ging das Abenteuer los. Schlappe 13h später würden wir die tropisch heisse Luft von Kuala Lumpur einatmen. Aber bis es soweit sein würde, hatten wir so einiges vor uns! Welche Must-Haves im Handgepäck nicht fehlen dürfen und wie wir unseren bisher längsten non-Stop Flug mit Kindern gemeistert haben, erzählen wir euch heute.

Bestimmt kennt ihr schon unseren Blogbeitrag mit Tipps rund ums Fliegen mit Baby und Kleinkind? Wenn nicht, dann schaut unbedingt vorbei!

Handgepäck: gut ausgestattet ist die halbe Miete!

So ungern ich Koffer packe, so sehr liebe ich das Zusammenstellen von unserem Handgepäck! Ich mag es, mir genau zu überlegen, was wir während eines langen Tags brauchen könnten. Zu vergleichen mit einem Nestbautrieb, nur fürs Reisen! 😀 Ich möchte für alle Situationen gewappnet sein und einfach alles Wichtige & Nützliche dabei haben. Gerade mit zwei Kindern, von denen eins noch ein Baby ist, sammelt sich so einiges, worauf man nicht verzichten möchte. Essen, Wickeln, Umziehen, Bespaßen,… die Liste ist lang! Meine Tipps für ein gut organisiertes Handgepäck auf Reisen mit Baby und Kind:

Der richtige Rucksack / Tasche

Wichtig ist beim Handgepäck für mich vor allem: genügend Stauraum und eine gute Übersicht. Ich bevorzuge einen Rucksack anstatt einer Tasche, da dieser einfach praktischer ist, wenn man in den Flughäfen etc. unterwegs ist. Gerade mit zwei Kindern und einem davon in der Trage sind freie Hände Gold wert.
Ich habe mich für den Wickelrucksack Tyve von Lässig * entschieden und bin sehr glücklich mit meiner Wahl. Die Größe war genau richtig und ich habe den kompletten Platz wirklich ganz ausgenutzt. Die vielen Seiten- & Innenfächer helfen dabei, die Übersicht zu behalten: Wo ist die Ersatzkleidung? Wo habe ich die Pässe? Wo sind die Windeln? Man kann sich super organisieren und hat alles griffbereit. Das große Hauptfach bietet wirklich enorm viel Platz. Die vielen Außenfächer sorgen dafür, dass man besonders wichtige Dinge schnell herausholen kann.

Der Wickelrucksack ist durch seine spezielle Beschichtung wasserabweisend und lässt sich zusammenfalten, was ihn auch noch platzsparend macht. Das Grundmaterial Tyvek ist besonders leicht und reissfest – ideal, wenn man viel unterwegs ist.
Ausgestattet ist der Rucksack mit einer wasserabweisenden Wickelunterlage, einem herausnehmbaren isolierten Flaschenhalter und herausnehmbarer Gläschenhalterung. Ausserdem ist ein kleines Utensilientäschchen dabei, das ich direkt mit Kleinkram bestückt habe: Lippenpflegestift, Haargummis, kleine Babycreme etc. Natürlich fehlt auch hier nicht die Kinderwagenbefestigung und der höhenverstellbarer Schultergurt. So kann man ihn auch als Tasche und nicht nur als Rucksack nutzen. Übrigens auch ohne Wickelkind ein toller Begleiter: Der Tyve Rucksack ist genau wie die anderen Taschen von Lässig sehr schlicht und geschmackvoll gehalten, ganz ohne bunten „Baby on Board“- Look. Ich mag diese “Knitteroptik” total gerne, mal was ganz anderes! Es gibt ihn in trendigen Farben grau (meine Wahl), dunkelblau, olive grüne und schwarz.

Schon gewusst? Der Wickelrucksack Tyve gehört zur Green Label Kollektion von Lässig! Bei der Herstellung wird dabei auf recycelte, wasser- und energiesparende Metrialien zurückgegriffen. Spitze!

Handgepaeck

Wickel-Ausstattung

Ausreichend Windeln, Feuchttücher und eine Wickelunterlage sind natürlich die Basics. Ausserdem sehr hilfreich sind kleine Einwegtüten extra für gebrauchte Windeln. Eine „Duftnote“ muss im Flugzeug wirklich nicht sein! Eine kleine Wundschutzcreme, am besten ein Pröbchen aus dem DM & Co. Oder man füllt sich so eine kleine Dose extra für Reisen ab – fertig. Nutzt man lieber Wasser und Waschlappen statt Feuchttücher, kann ich einen kleinen Wetbag * empfehlen. So sind die benutzten feuchten Waschlappen gut verstaut.

Kleidung

Ersatzkleidung habe ich immer in einem separaten Beutel * verstaut, damit sie nicht lose in der Tasche liegt. Dazu gehören fürs Baby ein Kurzarmbody, ein Langarmshirt, eine leichte Hose mit Socken oder eine bequeme Strumpfhose. Letzteres finde ich beim Baby einfach praktischer – oder bin ich etwa die einzige, die IMMER auf Babysockensuche ist?
Für unseren Sohn habe ich ein zusätzliches Tshirt, Langarmshirt, eine Hose, eine Unterhose und Socken dabei.
Herrscht im Zielland eine ganz andere Temperatur, wie z.B. in unserem Fall mit über 30 Grad in Malaysia, achte ich immer darauf, dass die Kinder bei Ankunft die langen Sachen bei Bedarf direkt ausziehen können. Deswegen bevorzuge ich den Zwiebellook im Flugzeug: Statt Langarmbody ziehe ich meiner Tochter einen Kurzarmbody und ein Langarmshirt an. Oder man nimmt ein paar Sommersachen mit ins Handgepäck, damit man die Kinder umziehen kann.

Essen, Trinken & Co.

Dass im Flugzeug nur eine geringe Menge an Flüssigkeiten erlaubt ist, ist bekannt. Diese Begrenzungen betreffen allerdings nicht Reisende mit Babys und Kleinkindern, die natürlich Babynahrung an Board benötigen. Man darf also sowohl mehr Wasser als auch Babygläschen mitnehmen, soviel man für den Flug benötigt. Eine klare Grenze gibt es da nicht – die Menge sollte einfach zur Flugdauer passen. Bisher hat bei uns nie jemand etwas gesagt und wir haben immer zwei 0,5 Flaschen Wasser dabei und füllen noch die Trinkflaschen der Kinder voll auf. Für unseren Sohn habe ich gerne einen stabilen und auslaufsicheren Edelstahl-Trinkbecher * dabei. Meiner Erfahrung nach kullert er immer irgendwo herum, daher darf er um Himmels Willen nicht auslaufen! Ausserdem habe ich Löffel für die Kinder dabei. Achtung bei Gabeln: Einmal mussten wir eine Kindergabel dalassen, da sie bei der Handgepäckskontrolle wohl als zu spitz, jedenfalls aber als zu gefährlich angesehen wurde. Seitdem reisen wir nur mit Löffeln im Handgepäck.

Dazu ist eine Auswahl an Snacks sehr empfehlenswert – Bananen, Äpfel, Brezel, was die eigenen Kinder gerne mögen. Gerade auf einem so langen Flug war ich froh, genügend dabei zu haben, weil unser Sohn zur Zeit sehr wählerisch ist und von seinem Boardmenü nur das Brötchen essen wollte. Ich würde daher immer empfehlen, auch ein paar herzhafte bzw. sättigende Snacks einzupacken, gerade auf langen Flügen.

Handgepäck Essen

Kleine Reiseapotheke

Was könnte man im Flieger an Medikamenten benötigen? Ein schmerz- und fiebersenkendes Mittel, am besten als Zäpfchen. Ein Mittel gegen Übelkeit, z.B. Vomex und eventuell eins gegen Durchfall können sich als hilfreich erweisen. Abschwellende Nasentropfen können bei Ohrendruck während der Start- und Landephase helfen. Ein paar bunte „Zauberpflaster“ sind auch nie verkehrt für den Fall der Fälle.
Ein guter Pflegelippenstift oder Lippenbalsam ist bei mir Pflicht, da ich im Flugzeug wegen der trockenen Luft sehr schnell spröde Lippen bekomme. Auch für die Kinder würde ich aus diesem Grund eine kleine Pflegecreme mitnehmen.

Welche Mittel gegen Wehwehchen wir auf unseren Reisen dabei haben, seht ihr in unserer Reiseapotheke!

Unterhaltung an Board

So ein Dreijähriger will während der langweiligen 13 Stunden im Flugzeug beschäftigt werden. Zieht man ca. 2h Schlafenszeit ab (länger schlafen unsere Kinder tagsüber leider nicht), bleiben einem immer noch genügend Stunden, die es zu überbrücken gibt. Hier einige Ideen:

Wisch & Weg Buch * – wiederverwendbar, da man das Geschriebene & Gemalte ganz einfach wegwischen kann. Absoluter Hit bei uns.
Water Wow Malbuch * – Ein Malbuch, das mit Wasser seine Farben enthüllt.
Ein paar Pixiebücher * – perfekte Reisegröße, zum Vorlesen im Flieger
Wimmelbuch – am besten ein Neues, was das Kind noch nicht kennt
Sticker * (+ Stickeralbum) – am besten welche, die gut wieder abgehen, also eine Art 3D-Sticker.
Tablet mit den Lieblingscartoons und/oder Hörspielen aufladen – Am besten hat man passende Kopfhörer für Kinder * auch dabei.
Natürlich darf das Lieblingskuscheltier oder Schnuffeltuch nicht fehlen.

Tipp: Am besten verzichtet man auf Spielsachen, die besonders klein sind oder aus vielen Kleinteilen bestehen. Irgendwann landet die Hälfte auf dem Boden und kullert fröhlich durch die Kabine.
Ich kaufe für den Flug gerne neue Spielsachen, damit sie entsprechend spannend sind. Die bleiben dann auch versteckt bis wir im Flieger sitzen.

Und sonst noch?

Eigene Babydecke: da ich die Decken im Flugzeug nicht gerne fürs Baby nehme (meist sind diese nämlich aus Polyester), hab ich immer noch eine Babydecke aus Baumwolle dabei.
Großes Musselintuch *: Immer dabei als Unterlage, leichte Decke, zum Abwischen etc.
Feuchte Hygienetücher in Reisegröße, Tempos, Reisezahnbürsten sollten auch nicht fehlen. Dazu ein kleines Reisehandtuch *, damit man sich nach dem langen Flug frischmachen kann. Ein kleines Kosmetiktäschchen mit ein paar Schminksachen und die beste Reisehaarbürste der Welt * gönne ich mir als Mama auch, um nach einer sowieso nahezu schlaflosen Zeit im Flieger wieder halbwegs menschlich auszusehen :).

Außerdem ist eine Babytrage natürlich ein absolutes Must-Have. Und dieses Mal hatten wir zusätzlich auch unseren Reisebuggy dabei. Da er im zusammengeklappten Zustand sehr kompakt ist, darf man ihn mit in die Flugzeugkabine nehmen und im oberen Fach verstauen.

Unsere ganze Reisepackliste für Thailand haben wir für euch natürlich auch detailliert aufgeschrieben!

13 Stunden Flug mit Baby & Kind – unsere Erfahrungen

Und zu guter Letzt – wie war er denn, der lange Flug nach Malaysia mit unseren zwei Knirpsen? Da gibt es definitiv zwei Seiten: Zum einen war er schlaflos und sehr anstrengend für uns Eltern. Wir waren bestimmt nie müder und erschöpfter nach einem Flug. Zum anderen lief es aber definitiv deutlich besser als ich es mir vorher ausgemalt oder – sagen wir – befürchtet habe. Dass es mit unserem Großen recht easy werden dürfte, hab ich mir schon gedacht. Allerdings war ich mir sicher, dass unser Babymädchen uns ordentlich auf Trab halten würde. Wir saßen im Flieger, endlich haben wir unsere Plätze eingerichtet, als die Maus anfing zu weinen. Neeeeeein! Jetzt schon? Bring mich einer um! So meine Gedanken in den ersten 15 Minuten im Flugzeug. Wir waren noch nicht einmal in der Luft! Na das dürfte ja noch heiter werden, dachte ich, und warf den Passagieren um uns herum ein paar bemitleidenswerte Blicke zu. Ihr armen Wesen.
Und dann lief es plötzlich wie am Schnürchen, was die Laune der Kinder anging. Nika hatte sich schnell beruhigt und fand das Geschehen um sie herum auf einmal sehr interessant. Auch der Start (und später die Landung) machten ihr überhaupt nichts aus. Demian ist sowieso ein alter Reisehase und ist das entspannteste Kind im Flugzeug. Er hat sich während des Flugs gut beschäftigen können – es musste nur immer einer von uns mitmachen: malen, lesen, erzählen. Nur das iPad hat uns ein paar Minuten Ruhe verschafft.
Mein Mann und ich haben uns die Kinder so ziemlich aufgeteilt – er hat sich vorwiegend um den Großen gekümmert, während ich fast die ganze Zeit mit unserer Kleinsten beschäftigt war. Da ich noch stille, war das sowieso klar. Das hat ganz gut geklappt und wenn dann Demian nach mir verlangt hat, haben wir die Rollen für eine kurze Zeit getauscht.
Geschlafen haben beide Kinder nicht viel, daher konnten wir uns auch selbst nicht wirklich ausruhen und die Erschöpfung sowohl bei mir als auch bei meinem Mann war gegen Ende wirklich groß. Leider hat mich die Klimaanlage im Flugzeug erwischt, ich merkte schon während des Flugs, dass es im Hals kratzt. Und das sollte leider erst der Anfang werden – ich lag die ersten 7 Tage unserer Reise mit schlimmen Husten flach.

Aber was ich für mich an Erfahrungen aus diesem Flug nehme: gute Unterhaltung / Beschäftigung für größere Kinder ist sehr wichtig, genau wie etwas nahrhaftes zu Essen (nicht nur Knabberzeug). Noch mehr auf die Klimaanlage achten und sich möglichst gut davor schützen. Einen Nachtflug würde ich mit Kindern weiterhin immer wieder einem Tagesflug vorziehen. Unsere Kind sind einfach keine guten Tagesschläfer und somit fast den ganzen Flug über aktiv. Und last but not least –  ist deutlich anstrengender mit zwei Kindern zu fliegen, vor allem mit einem Baby. Man merkt einfach, dass man keine Pause mehr hat, sondern immer für ein Kind sorgen muss. Das ist ein ziemlicher Sprung im Vergleich zum Reisen mit einem Kind. Aber es liegt natürlich auch an ihrem Alter – je älter sie werden, desto einfacher werden die Flüge werden! Und wir freuen uns auf viele weitere Abenteuer als Familie!

Alles Liebe

Alina Unterschrift

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