Unser Koh Phangan – Eindrücke, Highlights,Tipps & Fazit!

von | Jan 31, 2017 | Reisen | 2 Kommentare

Schaukel an Palme

Fast 3 Wochen auf Koh Phangan liegen hinter uns. Wow! Die Zeit ist regelrecht an uns vorbei gerast! Die erste Station auf unserer Reise war etwas anders, als wir es uns vorgestellt hatten und das lag.. natürlich am Regen! Wer reist schon aus kaltem, winterlichen Deutschland an und erwartet tagelangen Dauerregen?! Aber zum Glück waren 3 Wochen lange genug, um auch einige richtig schöne Sonnentage (vor allem aber trockene! Wir waren ja auch mit einem bewölktem Himmel absolut zufrieden..) zu erwischen, an denen wir die Insel ganz nach unserem Geschmack erkunden und genießen konnten.

Wir reisen individuell – gebuchte Touren gibt es bei uns so gut wie gar nicht. Wir erkunden alles, was möglich ist, auf eigene Fast.

Wir reisen günstig – allein deswegen fallen viele Aktivitäten, schicke Restaurants etc. weg, da wir das Geld lieber anderweitig investieren. Was natürlich nicht heisst, dass wir überhaupt nichts für Ausflüge ausgeben! Ab und zu gönnen wir uns auch mal etwas ;-).

Wir reisen bewusst – Elefantenreiten, Tigerstreicheln und sonstige „Highlights“ dieser Art, die man oft auf Tripadvisor & Co. zu lesen bekommt, wird es bei uns niemals geben. Ein absolutes No-Go!

Wir reisen kindgerecht – Mit so einem flotten Einjährigen kann man gar nicht wirklich viel Spannendes machen. Zumindest achten wir sehr darauf, dass Demian von uns nicht einfach „mitgeschleppt“ wird, weil wir gerade auf dies oder jenes Lust haben, sondern richten uns sehr nach seinen Schlafzeiten, Launen usw. Das ist ein wichtiger Grund, warum wir es auf unserer Reise ruhig angehen lassen.

Koh Phangan: Ein paar Infos zu Beginn..

Koh Phangan ist eine Insel im Golf von Thailand, ca. 60 km nordöstlich des thailändischen Festlands. Der wichtigste Ort, in dem sich auch der größte Hafen befindet, ist Thong Sala. Man reist mit der Fähre an – entweder von der Schwesterinsel Koh Samui (die einen eigenen Flughafen hat) oder vom Festland, Stadt Surat Thani. Von Koh Phangan kommt man mit der Fähre auch auf weitere kleinere Inseln – z.B. auf Koh Tao, die gerade für Schnorchler und Taucher ein Paradies sein soll.

Bekannt ist Koh Phangan gerade unter jungen Leuten, die das ultimative Partyerlebnis suchen. Hier findet jeden Monat am Strand Haad Rin (südöstlich der Insel) die weltberühmte Full Moon Party statt- immer zum Vollmond, wie der Name verrät. Zu dieser Zeit merkt man einen deutlich Zuwachs an Touristen, viele von denen oft nur für einige Tage auf die Insel kommen.

Auf den Roller, fertig, los!

Das Resort, in dem wir fast die ganze Zeit (bis auf 2 Tage, in denen wir dieses aufgrund des starken Regens nicht erreichen konnten und in einem anderen Teil der Insel geblieben sind), liegt im Norden der Insel, fernab des Partytrubels und Touristenmassen. Ist das jetzt gut oder schlecht? Ansichtssache! Wer das Rollerfahren scheut, sollte sich wohl lieber eine zentralere Unterkunft suchen. Außer man liebt es, lange spazieren zu gehen (bergauf & bergab!). Denn das muss man hier, wenn man sich selbst verpflegen möchte und nicht vom Resort abhängig sein will.

Wir haben uns direkt bei der Ankunft bis zu unserer Abreise einen Roller gemietet (Tipp: für mehrere Tage oder Wochen unbedingt einen deutlich besseren Preis beim Rollerverleih aushandeln!). Oh man, was war das für ein tolles Gefühl endlich wieder mit dem Roller durch die Insel zu düsen! Wir lieben es! Ganz passend ist Steffen leidenschaftlich gerne Fahrer und ich Beifahrer – perfekte Rollenteilung, die alle glücklich macht. Dieses Mal habe ich mein Beifahrer-Team um einen Möchte-Gern-Rennfahrer erweitert und Demian mit ins Boot (bzw. aufs Bike) geholt.

Von der ersten Sekunde an hat er das Fahren genossen als wäre er damit aufgewachsen. Im Dreiergespann haben wir also täglich die Insel unsicher gemacht. Für uns ist Rollerfahren Freude pur und keineswegs „Mittel zum Zweck“ und daher nehmen wir uns sehr gern Unterkünfte, die etwas außerhalb liegen. Die sind günstiger, wir haben täglich unseren Fahrspaß und sind dazu auch noch durchgehend flexibel. Perfekt!

Und täglich grüßt der… Food Market!

In Thong Sala findet man auf dem Food Market nahe des Hafens alles, was das Schlemmerherz begehrt! Man kann nicht satt sehen – aber leider sehr schnell satt essen! Wie oft habe ich mich dabei ertappt, dass ich so gern noch dies oder das probiert hätte, mein Bauch aber so voll war, dass nichts mehr reinpasste.

Wir waren weiß Gott keine seltenen Besucher auf dem Markt. Sofern es das Wetter mitmachte, waren wir eigentlich fast täglich dort anzutreffen. Wir tuen es uns schon immer schwer damit, mehr Geld für ein Essen in einem Restaurant* auszugeben statt an den Essensständen bei den vielen lieben Einheimischen. Man baut eine ganz andere Bindung auf, wenn man bei einer kleinen Familie etwas kauft, die es direkt mit viel Hingabe vor deinen Augen zubereiten und währenddessen auch noch deinem Kind ein Stück Obst oder Gurke in die Hand drücken und es permanent versuchen zum Lachen zu bringen. Da geht und als Eltern das Herz auf!

Und natürlich bestechen solche Märkte durch ihre Auswahl. Neben gefühlt 1000 verschiedenen Thai Gerichten findet man auch Sushi, Burritos, Pizza, Salate usw. Vegetarier kommen auch auf ihre Kosten und mittlerweile auch zunehmend Veganer. Bevor ich jetzt weiter schreibe und mir das Wasser im Mund zusammenläuft, mache ich es kurz und knapp: Der Food Market war unser Lieblingsort zum Essen.

* Ausgenommen kleine, einfache, familiengeführte Restaurants oder Cafés. Diese unterstützen wir auch sehr gerne! Und von solchen gibt es auf der Insel ganz ganz viele. Am besten, man läuft einfach mal durch die Straßen und schaut sich um!

Heimisch fühlen dank der wunderbaren Einheimischen

Thailänder fand ich ja auch schon super nett, als Steffen und ich vor drei Jahren noch zu zweit unterwegs waren. Aber dieses Mal erleben wir ihre Herzlichkeit noch intensiver und das liegt vor allem an.. Na klar: Demian! Egal ob jung oder alt, hier scheinen die Menschen Kinder zu lieben. Immer bekommt Demian etwas zugesteckt, z.B. eine Banane, ein Stück Melone oder Gurke etc. Je nach dem, was sie gerade da haben. Unser Obst haben wir oft bei einem ganz lieben älteren Ehepaar geholt, das seinen Stand am Straßenrand hat. Sie haben sich immer richtig gefreut, wenn wir kamen und selbst wenn wir nur vorbeigefahren sind, haben sie uns erkannt und ganz lieb gewunken. Für Demian gab es immer Obst on top in die Tüte. Das sind alles Kleinigkeiten, aber sie schmücken die Erinnerung an die Zeit auf diese Insel und hinterlassen ein ganz warmes Gefühl.

Hier auf Koh Phangan ist unser einst oft reserviertes Kind total aufgeblüht! Ich habe das Gefühl, dass er die Herzlichkeit der Menschen hier regelrecht in sich aufsaugt und dann direkt zurückgibt: mit Lächeln, Winken, Strahlen und einfach seiner Offenheit! Das als Mama mitzuerleben ist wirklich unbeschreiblich schön.

Last but not least: Die herrlichen Strände!

Frisch aus dem deutschen Winter angereist, war völlig klar, womit wir die ersten Wochen unserer Reise verbringen wollen: Natürlich mit Strand und Meer! Auf Koh Phangan gibt es so viele wunderschöne Strände, dass man die Qual der Wahl hat. Oder man macht einfach Strand-Hopping, so wie wir! Mit Demian war es nicht möglich, längere Zeit am Stück an einem Strand zu verbringen, da er dort leider nie in den Schlaf gefunden hat. Das heisst: Wenn er mittags von all dem Plantschen müde wurde, wurde er sehr quengelig und hat es aber leider nie geschafft, einfach mal draussen einzuschlafen. Er wurde weinerlich und wir mussten wieder ins Resort, dem kleinen Mops eine Pause gönnen. So hatten wir aber die Gelegenheit immer wieder mehrere Strände am Tag anzusteuern und blieben dann einfach nur für 1,5-2 Stunden da. Mit Demian haben wir aber eine absolute Wasserratte auf unserer Reise dabei. Er kommt weder am Meer noch am Pool vorbei ohne sofort einzufordern, reingehen zu dürfen – bzw. eher reingetragen zu werden. Und das machen wir nur allzu gern, denn das Strahlen in seinen Augen, wenn er mit seinen kleinen Händchen auf das Wasser klatscht, ist einmalig. Genau für solche Augenblicke des puren Glücks sind wir auf dieser Reise.

Am Strand Haad Rin, an dem jeden Monat die bekannte „Full Moon“-Party stattfindet, waren wir diesmal nicht. Wer schon einmal bei dieser Party live dabei war (wie ich vor 5 Jahren) und all die Menschenmassen im Meer, in einer Reihe, ihr “Geschäft” hat verrichten sehen, der möchte nur ungern ausgerechnet dort baden. Keine schönen Worte, aber glaubt mir, es war auch kein schöner Anblick… Ich persönlich würde diesen Strand keiner Familie empfehlen.

Unser Fazit zu Koh Phangan

Koh Phangan haben wir als eine überschaubare und freundliche Insel kennengelernt. Am besten ist es, man leiht sich eine Roller und erkundet einfach nach seinem Belieben die Umgebung. Der Verkehr ist überschaubar, auch für ungeübte Rollerfahrer. Es gibt ganz ganz viele wunderbare Cafés, sehr freundliche und liebe Menschen und wir fühlten uns rundum wohl.

Für Familien mit kleinen Kindern finden wir diese Insel wunderbar geeignet und man hat alles da, was man für einen schönen Familienurlaub benötigt – wenn man eher auf Entspannung und Erholung abzielt! Viele wunderschöne Strände laden direkt zum Abschalten ein. Wenn man mehr Action und einen Erlebnisurlaub sucht, wird hier wohl weniger glücklich.

Wir empfehlen es, sich vorher zu informieren, wann die Full Moon stattfindet und dann eher nicht zu dieser Zeit auf Phangan sein, wenn es möglich ist. Auf die extra Portion feierwütige Touristen kann man wirklich gut und gerne verzichten und der Ansturm ist deutlich bemerkbar, gerade in belebteren Regionen.

Für den Fall der Fälle gibt es in Thong Sala ein sehr gutes und modernes Krankenhaus – das First Western Hospital. Wir selbst hatten zum Glück keinen Grund es zu testen, haben aber einige deutsche Familien kennengelernt, die dieses sehr weiterempfehlen.

Der Norden ist grundsätzlich ruhiger als der Süden, wobei der Bau von Hotelanlagen und Resorts überall auf der Insel mit großen Schritten voranschreitet. Vor 3 Jahren waren wir auf Koh Phangan und selbst in dieser Zeit hat sich einiges getan.

Wir wünschen uns sehr, dass Koh Phangan seinen Charme über die Jahre nicht verliert und werden ganz sicher wieder vorbeischauen!

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2 Kommentare

  1. Hallo Alina,
    Danke für Deinen Beitrag! Wir planen auch gerade einen sechswöchigen Aufenthalt mit Baby auf Ko Samui/Ko Phangan.
    In welchen Resorts habt Ihr gute Erfahrungen gemacht? Bezüglich des Budgets bewegen wir uns im ähnlichem Rahmen

    Antworten
    • Hallo Franzi!
      Wir haben leider nicht so viele Unterkünfte auf Lager, die wir empfehlen können (die meisten waren bisher einfach nicht so das Wahre..). Aber auf Koh Samui sind wir gerade in einem Appartement im Replay Condominium und sind sehr zufrieden. Es gibt einen kleinen Spielplatz (jetzt nicht sooo berauschend, aber für Baby/Kleinkinder total ok) und auch einen netten Pool. Man braucht allerdings schon einen Roller, da die Anlage nicht so zentral liegt. Gebucht haben wir über Airbnb (und wenn ihr auch Airbnb ausprobieren wollt, hier ein 30 Euro Gutschein für eure erste Buchung, wenn ihr euch mit diesem Link anmeldet: http://www.airbnb.de/c/steffens3680 )

      Und auf Koh Phangan probieren wir diesmal ein anderes Resort aus, bei dem wir ein super Schnäppchen gemacht haben. Da kann ich aber erst Ende Januar berichten, wie es so ist. Sonst waren wir mit unseren Unterkünften auf der Insel nicht so zufrieden bisher..).

      Toll, dass ihr auch so lange verreisen wollt! Wird bestimmt eine super tolle Zeit!
      Liebe Grüße,
      Alina

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