Geburtsbericht Teil 1: „Lass ‘ne Pizza machen!“

von | Mai 23, 2018 | Familie, Schwangerschaft | 0 Kommentare

Es ist an der Zeit, die Babybump-Updates mit einem Geburtsbericht abzuschließen, oder?! Etwas mehr als 1 Monat ist seit dem Tag vergangen, an dem wir Zweifacheltern wurden. Gefühlt ist es bereits eine Ewigkeit her, dass mich ein gigantischer Babybauch schmückte. Also reisen wir kurz in der Zeit zurück, zum 20. April 2018, – ein Tag, der gar nicht so vielversprechend begann wie er geendet hatte.

„Heute eher nicht, aber noch am Wochenende bestimmt!“

Es war Freitag Morgen, 2 Tage nach dem errechneten Geburtstermin und ich hattee meinen regulären Termin bei der Frauenärztin. Ist man erstmal über Termin, darf man ja alle 2 Tage zum CTG antanzen… Diesmal war ich aber zuversichtlicher, was die Aussichten auf ein Baby anging. Nachts haben nämlich schon leichte, aber recht regelmäßige Wehen eingesetzt, die sich meiner Meinung nach sogar im Laufe des Morgens verstärkten. Nacht Demians Geburt meinte ich dieses auf jeden Fall nun gut einschätzen zu können. Wie auch damals machte ich wieder mitten in der Nacht den Badewannen-Test (heisses Bad nehmen: werden die Wehen weniger, sind es keine richtigen. Bleiben sie oder werden sogar mehr, dann sollten das geburtseinleitende Wehen ein), der ebenfalls positiv ausfiel. Ist ganz lustig, sich mitten in der Nacht ein bad einzulassen, während alles drum herum schläft. Whoop whoop, es wird doch wohl nicht ernsthaft losgehen?!

Wenn man die ganze Schwangerschaft über der felsenfesten Überzeugung ist, dass das Kind früher kommt, ist man am zweiten Tag nach dem errechneten Termin ziemlich frustriert und wagt es gar nicht mehr zu hoffen, jemals den Babybauch loszuwerden.
Aber das Nelkenöl-Bad am Vorabend, der Himbeerblättertee, der Milchreis mit einer ordentlichen Portion Zimt, das scharfe Chili con Carne (alles wehenanregend, wir ließen nichts unversucht!) schienen etwas bewirkt zu haben. Volltreffer! Baby wurde zum Auszug ermutigt!
Ich also durchaus motiviert und hoffnungsvoll zum Frauenarzt – heute ist es bestimmt soweit! Tja und dann die Ernüchterung. Das CTG zeigte zwar Wehen, aber keine, die auf eine direkt bevorstehende Geburt hindeuteten. Das Urteil der Frauenärztin: „Also heute wird es wohl nichts, aber am Wochenende kommt das Baby bestimmt“. Ich war auf heute eingestellt. Auf HEUTE. Nicht morgen, nicht übermorgen. HEUTE. Mit Frust im Gepäck also ab nach Hause.

„Lass ‘ne Pizza machen!“

Aber ich wäre nicht ich, hätte ich die Prognose der Ärztin einfach so hingenommen. Das ist aber auch der Vorteil, wenn man bereits ein Kind bekommen hat – man weiss, wie der Hase läuft. Klar, jede Geburt ist anders. Man kann aber die Anzeichen zumindest besser deuten und ja, ich war mir nach wie vor sicher, dass es heute richtig losgeht.
Gegen Nachmittag sollten wir nochmal ins Krankenhaus zum CTG (meine Frauenarztpraxis hatte Freitag Abend geschlossen), zur Kontrolle. Die Maus war morgens nämlich recht schläfrig und die Ärztin war nicht so ganz zufrieden mit der Auswertung des CTG, da die Kindsbewegungen einfach zu wenig waren.
Bis dahin hatten wir noch einige Stunden zum Totschlagen. Draussen war schönstes Sommerwetter, eins der wärmsten Wochenenden im April stand an. Gefühlt jeder unternahm etwas schönes – Eis essen, im Park spazieren, Grillen. Und wir? Wir warteten aufs Baby. Halb hoffnungsvoll, halb frustriert durch die morgendliche Aussage der Ärztin.

Früher Freitag Nachmittag. „Also wenn das Kind sich heute nicht auf den Weg macht, dann fress‘ ich ‘nen Besen!“ dachte ich mir. Die Wehen wurden stärker, die Abstände kürzer und ich war mir sicher, dass es nicht mehr lange dauernd kann. Es fühlte sich schon richtig unangenehm an. Eins wollte ich aber auf keinen Fall: zu früh im Krankenhaus ankommen. Es ist so schon ätzend dort zu sein (wer ist schon freiwillig gern länger in einer Klinik als nötig?), aber zu früh anzukommen und dort zu verweilen ist doppelt doof und nervig. Während Steffen mich zwischendurch immer wieder fragte, ob wir nicht schon fahren sollen (die Wehen mussten nämlich schon durchaus veratmet werden), hatte ich etwas ganz anderes im Sinn. Selbstgemachte Pizza. Man, hatte ich da auf einmal Lust drauf! Und was zu essen war doch sicherlich eine gute Idee, wer weiss, wann wir das nächste mal dazu kommen? Was macht Mann also, wenn die hochschwangere Frau mit Wehen nach einer Pizza verlangt? Er fährt schnurstracks in den nächsten Supermarkt, holt die Zutaten und macht ihr in Eiltempo die verdammte Pizza! :-). Und Unterhaltung braucht man zum Essen natürlich auch, also noch eine nette Komödie reingemacht und schon konnte die vorgezogene „Movie night“ losgehen. Fehlte nur noch Popcorn.

Pünktlich zum Ende des Films (ich glaube, wir haben die letzten Minuten sogar nicht mehr geschafft), wurde es auch mir zu heikel, denn die Wehen wurden nicht weniger. Im Gegenteil. Nichts gegen eine Hausgeburt, aber ich war nicht unbedingt auf eine vorbereitet :-D. Also ab ins Auto, total vollgefressen, vorbei an all den Eis essenden Menschen, Richtung Klinik. Und nur eine Hoffnung: Hauptsache sie schicken uns nicht wieder weg, weil es noch nicht soweit ist…

Hier geht es zum Geburtsbericht Teil 2: “Ist es wirklich ein Mädchen?”

 

 

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