Reiseabbruch? Wenn ein Jemand deine Pläne kreuzt..!

von | Sep 26, 2017 | Familie, Schwangerschaft | 1 Kommentar

Ultraschallbild Baby

Hallo meine Lieben,

was habe ich diesem Moment entgegengefiebert. Diesem Moment, den Beitrag hier für euch online zu stellen und erst recht diesem Tag, der einfach eine gefühlte Ewigkeit auf sich warten lies. Und ohne groß auszuholen, möchte ich die frohe Botschaft einfach in Welt hinauslassen:

Wir erwarten unser zweites Wanderlustbaby!

Und er (oder sie) war auch der Grund für unser verfrühtes Zurückkommen.

Eigentlich wollten wir bis in den Oktober hinein mit dem Wohnmobil unterwegs sein. Der Sonne nach, dem Sommer hinterher blaaaa bla bla. Ihr kennt ja unsere Pläne. Die nun leider (oder aber auch zum Glück) vorerst dahin sind. Tja, wie oft habe ich mich davon überzeugen dürfen, dass Planen nun einmal nicht zu unserem Leben gehören sollte? Ich höre ja nicht. Und solche, die nicht hören, dürfen ja bekanntlich fühlen.

Dabei wussten wir schon von unserem Krümelchen, als wir uns mit dem Wohnmobil Richtung Österreich machten. Mir ging es blendend. Vielleicht ein wenig müder als sonst, aber hey, das kannte ich schon von Demian. Und es spricht ja auch nichts dagegen, sich unterwegs mehr auszuruhen. Also alles kein Problem, auf ins nächste Reiseabenteuer!

Die Tage in Österreich waren schön und teilweise vergaß ich die Tatsache, dass ich schwanger war. Kein Bauch, kein Arzttermin mit Ultraschall. Nichts. Irgendwie fühlte es sich manchmal unwirklich an. Der Schwangerschaftstest und die anfänglichen Schwangerschaftsanzeichen waren das einzige, was auf ein Baby hindeutete. Und mal ehrlich, so ein Arzttermin und eine „echte“ Bestätigung von außen ist irgendwie doch anders.

Blöd nur, dass unsere Reisekrankenversicherung keine Kosten für die Vorsorge übernahm. Ich erkundigte mich bei Frauenpraxen in Österreich über die Möglichkeit, mich auf eigene Kosten untersuchen zu lassen. Den einzigen Termin, den ich bekommen hätte, wäre bei einer privaten Praxis. Die Kosten für einen Ultraschall würden bei 90-120 Euro liegen und sonst auch keine weiteren Tests beinhalten. Also praktisch nur kurz gucken, ob man den Herzschlag erkennt. Und das war mir einfach zu teuer. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass es mir völlig ausreicht, irgendwann später in Deutschland zu meiner Ärztin zu gehen. Das sollte sich auch noch ändern.

Vielleicht erinnert ihr euch noch an unsere Flucht aus Österreich, als das Wetter von heute auf Morgen auf winterliche Unter-10-Grad umzuschwenken drohte. Wir machten uns spontan auf den Weg nach Italien, um noch ein wenig den Sommer zu erwischen. Und da ging es los. Übelkeit.
Hättest du dir doch denken können, würden jetzt einige sagen. Aber tatsächlich war mir mit Demian so gut wie nie schlecht. Müde ja, Übelkeit nein. Tja, jede Schwangerschaft ist anders und das durfte ich am eigenen Leib und auf ein paar Quadratmetern fahrendem Wohnraum nun auch erfahren. Wart ihr in Italien schon mal abseits der Mautstraßen unterwegs? Dann wisst ihr, was Durchrütteln bedeutet. Und ich weiss nun auch, wie sich stundenlanges Durchrütteln (ich frage mich, ob sie da überhaupt jemals die Straßen reparieren) in Kombination mit Übelkeit und absoluter Erschöpfung anfühlen. Nicht zum Nachahmen empfohlen, sag‘ ich euch.
Ich habe alles verflucht. Dass wir überhaupt los sind, dass es mir so beschissen geht, dass ich nicht weiss wie ich auf kürzestem Wege nach Deutschland komme und dass ich nicht weiss, wie ich die kommenden Tage unterwegs überleben soll. Wehleidigkeit in ihrer höchsten Form, aber ich konnte nicht anders. Hormone und so. Mütter wissen Bescheid.

Und dann kam eins zum anderen: Mein Gemütszustand, mein gesundheitlicher Zustand – ich konnte teilweise einen ganzen Tag lang nichts essen und diese Übelkeit gepaart mit der Fahrerei war …. gewöhnungsbedürftig, mal milde ausgedrückt. Ich also weiterhin am Fluchen und am Jammern. Armer Steffen, sei an dieser Stelle mal gesagt. Er durfte sich nicht nur alles anhören, sondern musste auch aufmuntern und sich um Kind und Hund kümmern, während ich da wie ein Häufchen Elend herumlag. Yay!

Und die Entscheidung zurückzukehren war für uns nach einigen Überlegungen der einzig mögliche und richtige Schritt. Wir haben nämlich auch keinen schönen Ort gefunden, an dem wir länger hätten verweilen und uns eventuell ausruhen können. Die italienische Küste, an der wir uns gerade befanden (rund um Genua) war voll von Touristen. Um ein ruhiges Plätzchen für unser Wohnmobil zu finden, hätten wir weiter südlich nach Italien fahren müssen und das war uns einfach zu heikel. Was, wenn es mir nicht so schnell besser gehen würde? Ich hatte keine Lust auf Fahren, auf Sonne, auf Sommer – ich hatte Lust auf ein Bett. Ein richtiges. Und eine Küche, in der wir alles kochen können. So langsam kamen nämlich auch die Gelüste auf alle möglichen (und unmöglichen) Speisen.

Also Plan B: Auf nach Frankreich, Freunde besuchen. Die waren nämlich gerade dort, in ihrem Haus in einem wunderschönen kleinen Dörfchen irgendwo in Südfrankreich. Gar nicht weit von der italienischen Grenze. Oh war das eine willkommene Abwechslung zu all den Tagen im Wohnmobil! Endlich ein richtiges Bett, Küche, Ruhe, Entspannung. Die Tage haben mir unglaublich gut getan und meine Laune wurde zunehmend besser. Denn schon bald würden wir uns Richtung Deutschland machen und ganz ehrlich, ich glaube, ich habe mich noch nie so auf Deutschland gefreut. Nein, ganz sicher nicht.

Ich freute mich auch wahnsinnig auf einen Termin bei meiner Frauenärztin. Ich bin eigentlich sehr entspannt, muss nicht dauernd zum Arzt, um irgendetwas kontrollieren zu lassen. Aber mittlerweile war ich ungeduldig. Ich wusste nicht einmal, ob das Herzchen schlägt! Ob es eins oder zwei sind?! Ob alles sich so entwickelt, wie es soll? Auf einmal war mein Vertrauen in den Körper zweitrangig. Ich wollte diese Untersuchung. Ich wollte ein Ultraschallbild von meinem Krümel! Hach ja, Hormone… Vor diesem Termin wollte ich nämlich auch nichts von meiner Schwangerschaft erzählen. Viel zu groß war die Angst, es hinterher zu bereuen.

Und damit dieser Beitrag irgendwann noch ein Ende findet, mache ich es am Ende nun kurz: Heute hatte ich den langersehnten Termin und nun kann ich endlich der ganzen Welt sagen: Ja, wir erwarten unser zweites Baby! Es ist putzmunter und hüpft fleissig in meinem Bauch herum. Ich bin ab morgen in der 12. SSW. Und wenn alles gut geht, wird Demian im April großer Bruder. Unser Glück könnte nicht größer sein. Trotz Reiseabbruch, trotz Umplanen, trotz anfänglichen Schwierigkeiten. Die Wanderlust Family wächst nämlich und das ist großartig! 🙂

In Zukunft werden einige Beiträge zur Schwangerschaft folgen. Natürlich auch Weiterhin zu Reisen, aber eben nicht nur. In Moment ist das mehr meine Welt und ich habe noch einiges, was ich mit euch teilen möchte! Aber: Es wird bestimmt auch Reisen in der Schwangerschaft geben! Voraussichtlich Fernreisen :). Aber ihr wisst ja, ich plane jetzt vorerst definitiv nichts mehr!!!!

Macht‘s gut ihr Lieben und danke für eure Geduld!

Alina mit Wanderlustkrümel im Bauch

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Wir haben was zu erzählen! Das kunterbunte Leben einer kleinen freiheits- und abenteuerliebenden Familie auf open end Weltreise!

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1 Kommentar

  1. Sebi

    Ach ihr Lieben! Nochmal herzlichen Glückwunsch zum Familien-Anwuchs!! 😀 Ein wirklich schöner Text übrigens und der ganze Blog ist sehr schön und einfach klasse. Ihr rockt! LG

    Antworten

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